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JAHRBUCH "VICEVERSA LITERATUR" NR. 18: "DE LA TÊTE AUX PIEDS - VON KOPF BIS FUSS - DALLA TESTA AI PIEDI"

JAHRBUCH "VICEVERSA LITERATUR" NR. 18: "DE LA TÊTE AUX PIEDS - VON KOPF BIS FUSS - DALLA TESTA AI PIEDI"

13.05.2024 "Viceversa Literatur" ist ein Jahrbuch der Schweizer Literaturen, das seit Mai 2007 jedes Jahr in drei verschiedenen Ausgaben erscheint: auf Deutsch bei Rotpunktverlag (Zürich), auf Französisch bei Editions Zoé (Genf) und auf Italienisch bei Edizioni Casagrande (Bellinzona). "Viceversa" entstand in der Nachfolge der Zeitschrift "Feuxcroisés" und hat zum Ziel, das literarische Schaffen der Schweiz über die Sprachgrenzen hinaus bekannt zu machen und den Kulturaustausch zu fördern. Das Jahrbuch Nr. 18, das am Wochenende bei den 46. Solothurner Literaturtagen vorgestellt wurde, befasst sich mit dem Thema "De la tête aux pieds - Von Kopf bis Fuss - Dalla testa ai piedi".


Bild: © Viceversa Literatur, https://www.viceversaliteratur.ch/zeitschriften/jahrbuch/nummern

Ruth Gantert, Projektleiterin "Viceversa" und Verantwortliche für die deutsche Ausgabe, schreibt in ihrem Editorial zum Jahrbuch Nr. 18:

"Wir alle haben einen Körper, obwohl wir vielmehr sagen müssten, dass wir ein Körper sind. Körper und Geist, Körper und Seele sind untrennbar miteinander verflochten. Doch der antike Wunsch 'mens sana in corpore sano', den die Autorin, Malerin und Prostituierte Grisélidis Réal ironisch zitiert, ist nicht so selbstverständlich, wie er scheinen könnte.

Was ist ein gesunder Körper? Welche Eigenschaften und Fähigkeiten zeichnen ihn aus, und wer bestimmt sie? Körper haben natürliche Bedürfnisse wie Essen und Schlaf, werden aber auch kulturell geformt, von der Gesellschaft kategorisiert, be- und verurteilt, in Normen gepresst, diszipliniert. 'Bleib gesund', 'Trag dir Sorge', 'Pass auf dich auf' – diese seltsamen Aufforderungen haben wir in den letzten Jahren allzu oft gehört. Wir scheinen selbst verantwortlich zu sein für unseren Körper, der neben gesund und fit auch noch schön und jung sein soll.

An Angeboten zur Optimierung des Körpers fehlt es nicht. Ist also selber schuld, wer sie nicht nutzt? Oder gilt es gerade, diesen Diktaten zu entkommen? Wir sollen auf unseren Körper 'hören', sagen Ratgeber gerne. Wie aber 'spricht' er und was sagt er uns? Wie 'lesen' wir unseren eigenen Körper und den der anderen? Wann sind wir stolz auf unseren Körper, wann erleben wir ihn lustvoll, wann fühlen wir uns von ihm beschämt oder verraten?

Die hier vereinten Autorinnen und Autoren, Übersetzerinnen und Künstlerinnen befassen sich mit Körperbildern und -geschichten . Sie legen ihr Augenmerk auf bestimmte Körperteile, auf die Beobachtung des eigenen Körpers und desjenigen der anderen, auf Fragen der Veränderung des Körpers und seiner Wahrnehmung von der Geburt bis zum Tod. In Texten und Bildern treffen wir auf Körper in Innen- und Aussenräumen, in der asiatischen Grossstadt und im Bündner Bergdorf, im Museum und im Wartezimmer eines Arztes, im Park und auf dem Spielplatz, im Schlaf-, Bade- oder Wohnzimmer, im erfundenen, geträumten, erinnerten oder im virtuellen Raum.

In Form von Erzählungen und Gesprächen, Briefen und Gedichten verwandeln sich Körper in Sprache – doch beim Schreiben geschieht auch das Umgekehrte, wie Leopoldo Lonati es formuliert: 'Hier hingegen geht es darum, dem Wort einen Körper zu geben.' Die faszinierende Wechselwirkung zwischen Sprache und Körper findet sich in allen Texten auf ihre je eigene, witzige, ernste, existenzielle oder spielerische Weise. Annette Hug lässt uns am Entstehen ihres Textes teilhaben, bei dem ein Wort unverhofft Flügel bekommt. Corinne Desarzens möchte sich die Sprache einverleiben und ist ihrerseits überzeugt, dass bestimmte Bücher uns physisch verändern, dass nach der Lektüre 'unsere Moleküle anders angeordnet sind'. Dies gilt umso mehr für den Vorgang des Übersetzens, dem die Zeichnerin Juliette Mancini einen Comic widmet. Literatur mit Hand und Fuss, Kopf und Herz, verändert den Körper, öffnet Ohren und Augen, wenn sie einem auch manchmal fast die Zunge bricht. In Sarah Elena Müllers Geschichte erwägen zwei Frauen, zusammen ein Kind zu bekommen."

vvl

Inhaltsverzeichnis:

https://www.viceversaliteratur.ch/content/5-revues/1-revue-papier/3-les-editions/1-viceversa-18-2024/vvl18_sommaire_dt.pdf 

Kontakt:

https://www.viceversaliteratur.ch/zeitschriften/jahrbuch/nummern

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