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Wie alles anfing: "KAPITAL. Kaufleute in Venedig und Amsterdam"

Wie alles anfing: "KAPITAL. Kaufleute in Venedig und Amsterdam"

16.09.2012 Die Wirtschaft sind wir alle, wie der englische Ausdruck sagt: "It’s the economy, stupid!". Das Landesmuseum Zürich zeigt seit dem 14. September 2012 und bis am 17. Februar 2013 in einer historischen Inszenierung, wie alles anfing. "KAPITAL. Kaufleute in Venedig und Amsterdam" beschäftigt sich mit der Entstehung unseres Wirtschaftssystems, des Kapitalismus'.


"KAPITAL. Kaufleute in Venedig und Amsterdam" entstand, "weil wir bereit sind, unsere Meinung zur gegenwärtig weltweit dominierenden Form der Ökonomie zu äussern, dabei aber viel zu wenig über das Wann, Wie und Warum ihrer Entstehung wissen" (Landesmuseum).

Bei der Ausstellung "KAPITAL" liegt der Fokus auf der Entstehung relevanter Kapitalisierungs- und Finanzinstrumente ab dem späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Und auf den Kaufleuten und Händlern, die diese Instrumente erfanden.

Frühe Globalisierung

Venedig ab dem 13. und Amsterdam im 17. Jahrhundert spielen in der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung des Westens eine bedeutende Rolle. Kaufleute beider Städte erfinden für ihren Handel und Fernhandel Finanzierungsinstrumente, die noch immer genutzt werden. Beide Städte orientieren sich zum Meer hin, nehmen Risiken auf sich, bauen Handelsschiffe, erleiden Verluste, erzielen aber auch hohe Gewinne. Beide investieren mit zunehmendem Reichtum in Kunst und Pracht, bevor ihre Blütezeit zu Ende geht.

Internationale Leihgaben aus Italien und den Niederlanden - die meisten von ihnen erstmals in der Schweiz ausgestellt -, erzählen die Geschichte beider Städte: Schiffsmodelle, nautische Instrumente, seltene Seekarten, Handbücher für Kaufleute, Architekturmodelle, luxuriöse Gold- und Silberobjekte, reich illustrierte Folianten und eigens für die Ausstellung produzierte Filme erklären, wofür (Fern-)Händler und Kaufleute in der frühen Neuzeit Handelsgesellschaften, Kreditmärkte, Aktiengesellschaften, Zentralbanken etc. entwickeln.

Wann und warum wird zum Beispiel die doppelte Buchführung entwickelt? Seit wann existiert die heute vieldiskutierte staatliche Kreditaufnahme? Wozu dient den Kaufleuten des 13. Jahrhunderts der Wechsel, der Geld zu Papier und Papier zu Geld werden lässt? Warum entstehen Noten­ bzw. Zentralbanken?

Bezug zur Schweiz?

Die Ausstellung zeigt die Entwicklung der Ökonomie am Beispiel zweier von der Schweiz weit entfernter Städte. Doch auch die Schweizer Wirtschaft mit ihrer (Export­)Industrie, ihren Handelshäusern und ihrer Finanzindustrie basiert auf Instrumenten, welche die Kaufleute südlich der Alpen und am Atlantik entwickelten. Risiko und (Fern-)Handel, Emission verzinslicher Staatsanleihen zur Finanzierung öffentlicher Aufgaben, Erwirtschaftung von Reichtum, Hinwendung zu kultureller Repräsentation und zum Genuss: Auch bezüglich dieser Dynamik zeigen sich erstaunliche Parallelen. Was historisch erscheint, entpuppt sich überraschend als Gegenwart.

Eine Ausstellung von Walter Keller

Szenografie: Raphael Barbier

slm 

Kontakt:

http://www.nationalmuseum.ch/d/index.php

 

 

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