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"SING-SONG-SIGNS & FOLDED STORIES"

"SING-SONG-SIGNS & FOLDED STORIES"

07.03.2021 Ausstellung über das Leben und Werk der Künstlerin Warja Lavater (1913–2007) in der Zentralbibliothek Zürich, bis am 19. Juni 2021


Bild: © https://www.zb.uzh.ch/de/exhibits/warja-lavater

Die Ausstellung findet im Ausstellungsraum Schatzkammer sowie im Themenraum Turicensia im Lesesaal statt.

Die Schwerpunkte der Ausstellung in der Schatzkammer bilden Warja Lavaters Konzept der "Sing-Song-Signs" und ihre "Folded Stories". In ihren Faltbüchern – Wilhelm Tell (1960), Rotkäppchen (1960) und Leidenschaft und Vernunft (1961) – erfand die Künstlerin eine Bilderschrift, die sie später in unterschiedlichen Medien und Kunstwerken weiterentwickelt hat.

Internationale Bekanntheit erlangte sie mit Wilhelm Tell, der 1962 vom Museum of Modern Art herausgebracht wurde, sowie mit ihren Imageries, die bei Adrien Maeght in Paris und später in Tokio und in New York erschienen sind. Diese betonen das intermediale Spiel von Leporello und  Bilderschrift und erfuhren 1994 eine filmische Animation, die in der Ausstellung zu sehen ist.

Ausgehend von Warja Lavaters Nachlass präsentiert die Zentralbibliothek Zürich erstmals eine umfangreiche Retrospektive über das Gesamtwerk der Künstlerin. Skizzen- und Werktagebücher erhellen einen unbekannten Teil der Zürcher Kulturgeschichte. Neben den international bekannten Künstlerbüchern sind auch Lavaters frühe Gebrauchs- und Kunstgrafiken – darunter das bekannte Schlüsselsignet der heutigen UBS – sowie Zeichnungen, Filme und Paper Art zu sehen.

Game-DesignerInnen der Zürcher Hochschule der Künste haben sich mit Lavaters Werken auseinandergesetzt. Ihre Arbeiten dokumentieren das rege Interesse, das dem Werk der Künstlerin bis heute entgegengebracht wird. Die Games können während der Ausstellung gespielt werden.

Die Ausstellung im Themenraum Turicensia fokussiert das Leben von Warja Lavater in Zürich. Reproduktionen, Fotografien, Interviews und Dokumentationen beleuchten Lavaters künstlerisches und gesellschaftliches Leben in der Limmatstadt - analog und digital.

Thematisiert werden "Die Linie" als Kernstück der Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit (SAFFA) 1958, die Kunst am Bau mit den Mosaiken für die Wasserwerke Zürich und das Wohnhaus an der Kirchgasse 50, das für die Zürcher Kunstszene der 1950er-Jahre ein wichtiger Treffpunkt war.

Für die SAFFA 58 gestaltete Warja Lavater den Eingangsbereich mit zehn grossformatigen Wandbildern, die bedeutende Schweizer Frauen, darunter auch Zürcherinnen porträtierten. Diese Bilder wurden mit Fotografien ergänzt, welche einen Eindruck von den Dimensionen der Wandbilder vermitteln.

Grundlage der Ausstellung ist die Forschungsarbeit der Kuratorin Carol Ribi, die vom Schweizerischen Nationalfonds und den UZH Alumni der Universität Zürich unterstützt wurde.

zbz

Mehr:

https://www.zb.uzh.ch/storage/app/uploads/public/600/85e/da6/60085eda6022e300419476.pdf

Kontakt:

https://www.zb.uzh.ch/de/exhibits/warja-lavater

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