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"PHILIPP SCHAERER - DISSECTED NATURE"

"PHILIPP SCHAERER - DISSECTED NATURE"

07.09.2022 Ausstellung im Kunstmuseum Olten, bis am 6. November 2022


Bild: Philipp Schaerer, aus der Serie "Protection", 2022. Computer Rendering © Künstler

Kunst ist immer ein Kind ihrer Zeit. Heute prägen digitale Informations- und Verarbeitungstechniken die Art und Weise, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen, strukturieren und transformieren, aber auch, wie wir uns darin artikulieren. Hier setzt Philipp Schaerer (*1972) an. Seine Arbeiten verdeutlichen, wie die Grenzen zwischen virtueller Realität und materieller Objektwelt zunehmend verwischen.

Die Natur an sich und das Bild, das wir uns von ihr machen, ist einem steten Wandel unterworfen. Urtümlich und wild ist sie kaum noch, mehr denn je wird sie durch Zivilisationsprozesse geformt. Als Konstrukt menschlicher Vorstellung und Gestaltung, aber auch als Gegenstand ästhetischer und analytischer Betrachtung steht die Natur im Fokus von Schaerers in Olten gezeigten Werken.

Zu sehen sind mehrere, teils explizit für die Ausstellung geschaffene Bildserien. Die unterschiedlich abstrakt wirkenden Repräsentationen von Landschaftsfragmenten und Naturobjekten verraten die Auseinandersetzung mit sowie die Verwendung von technischen Bildverfahren. Neben Ansichten von Gärten und Pflanzen, die multiperspektivisch projiziert und in Fragmente zerlegt an kaleidoskopische Gebilde erinnern, treten Arbeiten, die sich aus der Linie und ihren Offsets heraus entwickeln. Sie beruhen auf dem organischen Formenvokabular der angedeuteten Naturalien und oszillieren zwischen Fläche und Relief.

Hinzu kommen von Grund auf am Computer konstruierte Werke. Diese pseudofotografischen Natur-Artefakte bilden eine eigene plastische Realität aus, befreit von physischen Sachzwängen, ganz der Vorstellung entsprungen.

Der Einbezug digitaler Technologien und die Auseinandersetzung mit ihren ästhetischen Strategien sind zentral für Schaerers Schaffen. Er greift analoge visuelle Traditionen auf und erkundet die Verschiebungen, die auftreten, wenn neue Kultur- und Produktionstechniken auf etablierte Themen und Darstellungsmuster treffen. Der so entstehende, mit vielfältigen Referenzen angereicherte Kosmos macht deutlich, dass sich längst keine klare Linie mehr zwischen digitaler Bild- und materieller Objektwelt ziehen lässt.

Seit ü̈ber 20 Jahren beschäftigt sich der Künstler, ursprünglich von der Architektur herkommend, mit digitalen Bildverfahren. Wie sehr er damit den Nerv der Zeit trifft, belegt der Umstand, dass seine Werke in den renommiertesten Sammlungen weltweit vertreten sind. "Wir freuen uns sehr, seine erste institutionelle Einzelausstellung in der Schweiz ausrichten zu dürfen.", schreibt das Kunstmuseum Olten.

Philipp Schaerer, *1972 > philippschaerer.ch 

ist bildender Künstler und Architekt. Er lebt und arbeitet in Zürich und Steffisburg/CH. 19942000 Architekturstudium an der ETH-Lausanne (EPFL); Architekt und Knowledge Manager bei Herzog & de Meuron (20002006); Leitung Nachdiplomstudium CAAD unter Prof. Ludger Hovestadt ETH Zürich (20032008). Seit 2010 lehrt Philipp Schaerer an verschiedenen Hochschulen der Schweiz und ist seit 2014 als Gastprofessor an der Architekturfakultät der ETH Lausanne im Fachbereich Art and Architecture tätig. Seine Arbeiten wurden mehrfach publiziert und ausgestellt und sind in mehreren privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten unter anderem in der Sammlung des Museums of Modern Art MoMA in New York, des Centre Pompidou in Paris, des Museums of Contemporary Photography in Chicago (MocP), des Zentrums für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe (ZKM) und des Fotomuseums in Winterthur.

kmo

Kontakt:

https://kunstmuseumolten.ch/

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