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"PABLO PICASSO - SEINE PLAKATE"

"PABLO PICASSO - SEINE PLAKATE"

22.12.2021 "Die Leidenschaft des Universalkünstlers für das Plakat" - Ausstellung der Kulturstiftung Basel H. Geiger | KBH.G, bis am 13. Februar 2022


Bild: Ausstellungsansicht, Pablo Picasso – Seine Plakate, Kulturstiftung Basel H. Geiger, 2021 - Foto: Kulturstiftung Basel H. Geiger | KBH.G

Mit "Pablo Picasso Seine Plakate" nimmt die Kulturstiftung Basel H.Geiger | KBH.G eine Ausstellung wieder auf, die im letzten Jahr aufgrund der Pandemie nur kurz zu sehen war und den Auftakt zu einer Ausstellungsreihe von Basler Privatsammlungen markiert. Neben ihren thematisch diversen Einzelausstellungen in Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen KünstlerInnen will die Stiftung so den mehr oder weniger bekannten Sammelleidenschaften unterschiedlicher Basler Persönlichkeiten Raum geben.

Die erste präsentierte Privatsammlung des Basler Galeristen Werner Röthlisberger ist Ausdruck seiner Leidenschaft für das Plakat, insbesondere für die Plakatkunst von Pablo Picasso. Die Ausstellung, welche bis zum 13. Februar 2022 zu sehen ist, zeigt eine Auswahl von 55 Originalplakaten der insgesamt 250 Plakate umfassenden Sammlung in ihrer Vollständigkeit eine von lediglich zwei Sammlungen weltweit. Eintritt und Katalog sind wie immer kostenlos.

Das perfekte Zusammenspiel von Kunst, Gestaltung und Handwerk mit dem Ziel möglichst hoher Werbewirksamkeit: so könnte man Wesen und Zweck eines Plakats umschreiben. Für Werner Röthlisberger, dessen Galerie am Spalenberg seit ihrer Eröffnung 1992 auf grafische Arbeiten spezialisiert ist, steckt oft mehr Mühe und Intention in einer Grafik als in so manchem Original. Denn wenn ein Entwurf die Qualität zur Vervielfältigung mitbringen soll, dann müssen Motiv und Botschaft nachhaltig auf den Betrachter wirken. Natürlich meint er damit nicht die Art von Plakat, die heute als Teil einer Marketingstrategie unsere Strassen säumt. Seine Liebe gilt dem Künstlerplakat, dem Zusammenspiel von Kunst und Druckhandwerk und insbesondere dem vielfältigen Plakatschaffen von Pablo Picasso. So ist es ihm in gut 20 Jahren gelungen, eine der weltweit nur zwei kompletten Sammlungen von Picassos Originalplakaten zusammenzutragen

Druckkunst direkt im Ausstellungsraum

Pablo Picasso hat sich intensiv mit sämtlichen Techniken der Grafik auseinandergesetzt und mit verschiedenen Druckverfahren wie Holz- oder Linolschnitt, Kupferstich und Lithografie experimentiert. Wie viele Künstler seiner Zeit beschäftigte er sich vor allem nach Ende des Zweiten Weltkriegs intensiv mit der Druckgrafik. Hauptsächlich mit der Farblithografie, dem sogenannten Steindruck, bei welchem das zu druckende Motiv seitenverkehrt mit Fettkreide oder -tinte auf eine eben geschliffene Steinplatte aufgezeichnet wird. Durch ein anschliessend auf die Steinplatte angewandtes Ätzverfahren bleibt die Farbe beim späteren Druck ausschliesslich auf dem mit Fett gezeichneten Motiv (Schrift oder Bild) haften. Ein Verfahren, das ab Januar 2022 an vier Samstagen im Ausstellungsraum der Kulturstiftung Basel H. Geiger | KBH.G mitverfolgt werden kann. Dabei wird bei 20 Exemplaren eines Plakates, welches vom bekannten Basler Künstler Samuel Buri gestaltet wurde, die letzte Farbe vor Ort auf der Lithografie-Presse gedruckt. Anschliessend können diese Einzelstücke für je CHF 200 erworben werden. Der Erlös geht vollumfänglich an VISARTE, den Berufsverband der visuell schaffenden KünstlerInnen in der Schweiz.

Picassos Plakatkunst in vier Schwerpunkten

Die Ausstellung ist thematisch in vier Schwerpunkte unterteilt. Der Rundgang beginnt mit Plakaten aus Vallauris. Hier, im verarmten Töpferstädtchen in der Nähe von Cannes, befand sich lange Jahre der Arbeits- und Lebensmittelpunkt Picassos. Mit seinen Keramikarbeiten beteiligte er sich an den Sommerausstellungen des lokalen Kunstgewerbes. Bereits ab dem ersten Jahr entwarf er deren Plakate, welche dieselbe dekorative Ornamentik zeigten wie seine Keramikarbeiten aus dieser Zeit.

Picassos Leidenschaft für den Stierkampf, die sich durch sein gesamtes Werk zieht, bildet ein weiteres Kapitel in seinem Plakatschaffen. Hierfür wählte er als Druckverfahren ausschliesslich den Linolschnitt und eine Bildsprache, die sich radikal vom übersteigerten Naturalismus der bislang populären Bewerbung des Stierkampfes unterschied.

Ein weiterer Schwerpunkt ist Picassos Engagement für den Frieden gewidmet. Geprägt durch zwei Weltkriege sowie die Franco-Diktatur, trat Picasso in die Kommunistische Partei ein und entwarf 1949 für den Weltfriedenskongress in Paris das ikonische Plakat mit der Taube

Schliesslich sind da die Plakate für seine eigenen oder die Ausstellungen von Künstlerfreunden. Meist sind sie kleinformatig, gedacht für den Aushang in Cafés oder Buchhandlungen. Aufgrund der unterschiedlichen Thematiken findet sich gerade hier eine grosse Breite in Bezug auf angewandte Technik, Farbgebung und selbstverständlich auf die gewählten Motive.

Für Raphael Suter, Direktor der Kulturstiftung Basel H. Geiger, ist die Ausstellung eine Gelegenheit, Position und Ziele der Stiftung zu verdeutlichen: "In Basel haben immer wieder grosse Picasso-Ausstellungen stattgefunden im Kunstmuseum und 2019 in der Fondation Beyeler. Da stellt sich die Frage, ob eine kleine Kulturstiftung nach solch grossartigen Ausstellungen ebenfalls eine Picasso-Schau zeigen sollte. Die Kulturstiftung Basel H. Geiger hat sich zum Ziel gesetzt, eine Nische in der Basler Kunstlandschaft zu finden. Sie kann und will nicht mit den grossen und renommierten Institutionen mithalten, doch mit 'Pablo Picasso Seine Plakate' bietet sich dem interessierten Publikum die Möglichkeit, eine ganz andere Seite des Künstlers kennen zu lernen: Picasso als Plakatgestalter."

Auch für Sammler und Galerist Werner Röthlisberger ist es eine neue Perspektive, einen Teil seiner Sammlung in einem anderen Rahmen als der eigenen Galerie und in einem Ausstellungskatalog präsentiert zu sehen: "Bis heute habe ich meine Sammlung nie in Buchform zusammengefasst. Alle Details sind auf der Website meiner Galerie aufgeführt, was mir die Möglichkeit gibt, jederzeit neue Erkenntnisse einfliessen zu lassen und zu ergänzen. Umso schöner ist es jetzt, einen Teil meiner Sammlung als Ausstellungkatalog in der Hand zu halten und meine Sammelleidenschaft mit einem neuen Publikum zu teilen."

cp

Kontakt:

https://www.kbhg.ch/de/1075d/Ausstellungen-PABLO-PICASSO-SEINE-PLAKATE

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