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"MONDHÖRNER - RÄTSELHAFTE KULTOBJEKTE DER BRONZEZEIT"

"MONDHÖRNER - RÄTSELHAFTE KULTOBJEKTE DER BRONZEZEIT"

30.07.2021 Ausstellung im Museum für Urgeschichte(n) Zug, vom 1. August bis am 24. Oktober 2021


Bild: Cham-Oberwil ZG, "Äbnetwald": Funde aus der spätbronzezeitlichen Grube (900-800 v. Chr.): Rillenstein, Steinstele, Mondhorn und ein Keramikgefäss. © Amt für Denkmalpflege und Archäologie Zug, Res Eichenberger.

Regelmässig werden auf Ausgrabungen rätselhafte Objekte aus Ton entdeckt. Ihre Form erinnert an Stierhörner oder an eine liegende Mondsichel, daher werden sie Mondhörner genannt. Ihre Funktion ist nicht überliefert. Kulturwissenschaftlerinnen und Archäologen rätseln seit 170 Jahren über den Sinn und Zweck dieser faszinierenden Zeitzeugen aus der späten Bronzezeit (1300-800 v. Chr.). Abhängig von eigener Fantasie und aktuellem Zeitgeist werden Mondhörner im Laufe der Zeit als Feuerböcke, Kultobjekte, Nackenstützen oder gar Messgeräte der Astronomie interpretiert. Heute weist einiges darauf hin, dass sie in Ritualen Verwendung fanden. Wie genau und warum, bleibt aber weiterhin ein Rätsel.

Wanderausstellung vereint Mondhörner aus der Schweiz

Die Ausstellung vereint nun erstmals eine breite Palette von Originalfunden aus der Schweiz und zeigt deren gestalterische Vielfalt. Zu sehen sind mehr als 30 Mondhörner aus rund 20 verschiedenen Fundorten und weitere symbolträchtige Objekte der Bronzezeit. Texttafeln führen in die Entdeckung der Mondhörner und in die frühen Forschungen ein. Sie präsentieren verschiedene Deutungsversuche im Wandel der Zeit und erläutern, weshalb die Mondhörner heute als Bestandteil eines bronzezeitlichen Kultes interpretiert werden.

Die Wanderausstellung ist in Zusammenarbeit von Museum.BL Liestal, Museum für Archäologie Thurgau, Museum Burghalde Lenzburg, Neues Museum Biel und Museum für Urgeschichte(n) Zug entstanden. Zur Ausstellungswebsite.

Bild: Mondhorn aus gebranntem Ton. Fundort: Boswil AG © Kantonsarchäologie Aargau, Béla Polyvas.

Wichtige Funde stammen aus dem Kanton Zug

Unter den Zuger Exponaten ist ein besonders herausragendes Exemplar: Das Mondhorn aus einer spätbronzezeitlichen Grube im Chamer Äbnetwald hat anstelle des üblichen Standbodens zwei Füsse. Die spezielle Form weist darauf hin, dass es auf einem Träger aufgesetzt war. Der Fundort gibt weitere Rätsel auf. Die Grube ist aussergewöhnlich gross und enthält als weiteren Sensationsfund eine menschenförmige Steinstele. Von grosser Bedeutung für die späte Bronzezeit ist auch die Fundstelle Zug Sumpf, aus der ebenfalls mehrere Mondhörner zu sehen sind. Die Ausstellung wird in Zug durch zusätzliche Mondhornfunde aus dem Kanton und ausgewählte spätbronzezeitlichen Spitzenstücke erweitert.

Angebote für Kinder und Familien

Als besondere Attraktion für Kinder und Familien hat die Ausstellung im Museum für Urgeschichte(n) ein permanentes Werkatelier mit drei Angeboten: Man kann einen Mondanhänger aus Zinn giessen, eine "Himmelsscheibe" emaillieren oder ein Mondhorn aus Modelliermasse formen. So lässt sich die Glaubenswelt der Spätbronzezeit sinnlich erleben. Die Werkangebote können ohne Voranmeldung genutzt werden, das Werkmaterial ist gegen einen Unkostenbeitrag am Museumsempfang erhältlich. Das Atelier ist von Dienstag bis Freitag und sonntags während der Öffnungszeiten zugänglich, samstags steht ein eingeschränktes Angebot zur Verfügung. Auf der Kindergalerie können sich Kinder im Vorschulalter in ein gemütliches Zelt legen, den Sternenhimmel bestaunen und Sternbilder entdecken.

Im Rahmen der Ausstellung finden verschiedene Aktionsnachmittage, Vorträge und Führungen statt. Gruppen können Führungen durch die Ausstellung auch an einem Termin nach Wunsch buchen. Das komplette Rahmenprogramm ist auf der Museumswebsite publiziert.

mfu

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Bild: Verschiedene Mondhörner aus der spätbronzezeitlichen Siedlung Zug-Sumpf.
© Museum für Urgeschichte(n) Zug, Res Eichenberger.

 

 

 

 

 

 

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