BÜRO DLB - IDEE-REALISATION-KOMMUNIKATION
Daniel Leutenegger, Bulliard 95, CH-1792 Cordast, Tel +41 (0)26 684 16 45 (nachmittags), www.ch-cultura.ch

BÜRO DLB - IDEE-REALISATION-KOMMUNIKATION
Daniel Leutenegger
Bulliard 95
CH-1792 Cordast
Tel +41 (0)26 684 16 45 (nachmittags)
Fax +41 (0)26 684 36 45
E-Mail
www.ch-cultura.ch.ch

"MERET OPPENHEIM (1913-1958). ARBEITEN AUF PAPIER"

"MERET OPPENHEIM (1913-1958). ARBEITEN AUF PAPIER"

19.10.2021 Ausstellung im Kunstmuseum Solothurn, vom 23. Oktober 2021 bis am 27. Februar 2022


Bild: Exotische Frucht, 1983, Ölkreide auf Papier, 32 x 48,5 cm, Courtesy of the estate and Karma International, Zurich - Fotokredit: Flavio Karrer © 2021 Pro Litteris, Zürich

Das Kunstmuseum Solothurn hat 1974 mit einer Einzelausstellung für Meret Oppenheim die erste Übersichtsausstellung ihres Schaffens in der Schweiz ermöglicht und damit wesentlich zur Vermittlung der Künstlerin beigetragen. Dank Ankäufen und Schenkungen besitzt das Museum heute einen umfangreichen und wertvollen Werkbestand aus allen Schaffensphasen. Dazu gehören auch 18 Original-Arbeiten auf Papier: Blätter in Tusche, Bleistift, Farbstift, Kohle und Gouache.

Das Kunstmuseum Solothurn hat sich über viele Jahre in besonderem Masse für die Vermittlung von Schweizer Zeichnerinnen und Zeichnern des 19. Jahrhunderts und der Moderne engagiert. Mit Einzelausstellungen wurde etwa das zeichnerische Schaffen von Cuno Amiet, Albert Anker, Giovanni Giacometti, Otto Morach, Sophie Taeuber-Arp oder Félix Vallotton beleuchtet. Mit dem retrospektiven Überblick von Meret Oppenheims Arbeiten auf Papier findet diese Ausstellungsreihe rund 50 Jahre nach der Solothurner Wiederentdeckung der Künstlerin einen weiteren Höhepunkt.

Die rund 100 Exponate decken den gesamten Schaffensraum von den 1930er- bis zu den 1980er-Jahren ab; vertreten sind mit Ausnahme der Druckgraphik alle Techniken auf Papier. Die Auswahl geht vom Solothurner Werkbestand und den darin vertretenen Motivkreisen aus: Frau, Baum, Vogel, Wolken und Himmel. Zum Thema der Frau gehören auch einige der raren Selbstbildnisse der Künstlerin sowie Darstellungen aus ihrem privaten Umfeld. Mit der Frage der Reflexion ist eine Werkreihe mit den Motiven Gesicht und Spiegel verbunden.

Anregend sind die assoziativen Wechselbeziehungen zwischen Natur und Menschenwerk, die sich auf demselben Blatt, wie bei Backsteinbaum (1954), begegnen können. Die gebaute Geometrie von Mauern, Häusern und Türmen begegnet dem Wechselhaften der Natur. Als Metapher des sich wandelnden Bildes und der Einbildung wird das Sujet der Wolke zum Leitmotiv, dem in der Ausstellung viel Platz eingeräumt wird. In demselben Himmels-Bereich von Licht und Luft lebt der Vogel, der ebenso häufig auftritt wie der kurzlebige Schmetterling.

In einer musikalisch anmutenden Form der Wiederholung treten in der Ausstellung dieselben Motive oder Stile im Abstand vieler Jahre auf. Darin kann sich Oppenheims spezifische künstlerische Haltung spiegeln, die dem Umkreisen gleichbleibender Inhalte grössere Bedeutung beimass als einer stilistischen Handschrift. Gerade die Arbeiten auf Papier, die spontan und frei entstehen, von Einfällen und Zufällen leben, ermöglichen die Entdeckung einer tieferen, metaphorischen Ebene. Darin gleichen ihre assoziativen Zeichnungen den Tag- und Nachtträumen, aus denen Meret Oppenheim für ihr Schaffen schöpfte.

Die Ausstellung verdankt sich der grosszügigen Unterstützung öffentlicher und privater Sammlungen. Besonders reich sind die Leihgaben des Kunstmuseum Bern, das einen Teil des Nachlasses als Schenkung der Künstlerin entgegennehmen durfte. Dass die Solothurner Präsentation der Arbeiten auf Papier zeitgleich mit der Berner Oppenheim-Retrospektive eröffnet, ist umso erfreulicher.

Zur Ausstellung erscheint im Verlag Scheidegger & Spiess Zürich ein Katalog-Buch (184 Seiten, CHF 46) mit vier Aufsätzen und einem umfangreichen Bildteil, in dem alle Exponate abgebildet sind.

kms

Kontakt:

https://www.kunstmuseum-so.ch/

#MeretOppenheim #KunstmuseumSolothurn #OppenheimArbeitenAufPapier #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

 

Zurück zur Übersicht