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"JAN JEDLIČKA - RETROSPEKTIVE"

"JAN JEDLIČKA - RETROSPEKTIVE"

14.01.2023 Ausstellung im Kunsthaus Zug, vom 14. Januar bis am 16. April 2023


Bild: © Jan Jedlička, Das grosse Prag, 2012, Pigment auf Japanpapier auf Leinwand, 180 x 360 cm - Privatbesitz, Foto: Oto Palán

Zum Jahresauftakt widmet das Kunsthaus Zug Jan Jedlička (*1944) eine grosse Retrospektive. Das Oeuvre des aus Prag stammenden, in Zürich lebenden Künstlers gilt es für viele zu entdecken: Zum ersten Mal ist das seit den 1970er-Jahren entstandene Werk in der Schweiz so umfassend zu sehen sein.

Jan Jedličkas Werke sind präzise, feinsinnig, poetisch und für viele eine Überraschung. Denn obwohl seine Arbeiten in Museen und Galerien präsentiert wurden, fehlt in der Schweiz ein Gesamtüberblick über Jedličkas vielgestaltiges Schaffen. Das Kunsthaus Zug füllt diese Lücke nun mit einer umfassenden Retrospektive. Gemälde aus selbst hergestellten Pigmenten, Zeichnungen, Aquatinten und Heliogravuren sowie ruhige filmische Arbeiten und Fotografien aus allen Schaffensjahren des Künstlers sind im Kunsthaus vereint zu sehen sein. Die rund 140 sorgfältig ausgewählten Werke nehmen den Grossteil des Hauses ein und regen dazu an, das abwechslungsreiche und inhaltlich doch kohärente Oeuvre Jedličkas zu entdecken.

Flaneur und aufmerksamer Beobachter

Die italienische Maremma inspiriert Jan Jedlička seit Jahrzehnten. Dort, aber auch in der Schweiz, im Prager Becken oder in Wales und Irland erarbeitete er ein vielfältiges Werk, das sich über lange Zeiträume hinweg in unterschiedlichen Techniken und Medien entwickelt hat. Als aufmerksamer Beobachter setzt sich der Künstler mit den feinen Veränderungen auseinander, die das Licht, die Jahreszeiten oder die Eingriffe des Menschen in seiner Umwelt verursachen.

Für seine Zeichnungen, Aquarelle und Malerei stellt er intensive, farbige Pigmente aus vor Ort gefunden Mineralien her und bringt dadurch die Landschaft sowie die kulturelle Geschichte des Orts buchstäblich auf das Papier und die Leinwand. In seinen schwarzweissen Fotografien, in den Polaroids oder im Film erscheinen Licht und Dunkel. Es sind unspektakuläre Motive, immer wieder in ein anderes Medium übersetzt, sachlich und klar, analytisch und doch mit einem subjektiven, poetischen Blick.

Biografie des Künstlers

Jan Jedlička wurde 1944 in Prag geboren und besuchte dort die Akademie der bildenden Künste. Nach der Besetzung der Tschechoslowakei durch die Sowjetarmee emigrierte er 1969 in die Schweiz, wo die freie künstlerische Tätigkeit für einige Jahre hinter die Erwerbstätigkeit zurücktrat. Ein Aufenthalt in der toskanischen Maremma markierte 1978 seinen künstlerischen Neubeginn. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion richtete er zu Beginn der 1990er-Jahre wieder ein Atelier in Prag ein, wo er bis heute arbeitet.

Publikation zur Ausstellung

Sammlungskurator Marco Obrist kennt Jan Jedlička und sein Werk schon lange. Die in Zusammenarbeit mit dem Künstler sorgfältig erarbeitete Ausstellung im Kunsthaus Zug baut auf der Prager Retrospektive von 2021 auf und wurde an die Räumlichkeiten des Kunsthaus Zug angepasst. Begleitend zur Ausstellung erscheint im Hatje Cantz Verlag, Berlin, eine neu konzipierte Version des monografischen Prager Ausstellungskatalogs in deutscher und englischer Sprache.

mo

Kontakt:

https://kunsthauszug.ch/ausstellung/jan-jedlicka/

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