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28. Februar 2021

«EXPEDITION FIEBERWAHN» – EIN MOBILES SPIEL DURCHS MUSEUM

Die Grosswildjägerin Vivienne von Wattenwyl meldet sich aus der Vergangenheit und braucht Hilfe: Besucherinnen und Besucher des Naturhistorischen Museums Bern (NMBE) retten die Bernburgerin auf einer Expedition durch das Haus vor ihren Fiebergeistern: Ein abenteuerliches Format zwischen Theater, Computergame, Spieldesign und Hörspiel.

Foto: © NMBE / Schäublin

Smartphone zücken, Apprunterladen, los: Mit nichts als ihrem Smartphone bewaffnet kämpfen die Spielenden gegen Läuse, Riesenhühner und andere Schreckgespenster, um Vivienne zu befreien. Sie lösen Rätsel, verfolgen Spuren und beeinflussen mit ihrem Handeln den Fortgang der Geschichte. Ganz nebenbei erfahren die Spielenden viel Wissenswertes. Indem man die geheimnisvolle Frau aus der Vergangenheit von ihren Fiebergeistern befreit, werden verborgene Details in Themen und Objekten der Ausstellungen freigelegt.   

Neues Museumserlebnis

Besucherinnen und Besucher erleben mit diesem Spielformat das Museum ganz neu: Die via Smartphone-App zugängliche Mischung aus Computergame, Hörspiel und Spurensuche durchs Museum eröffnet den Spielenden eine Parallelwelt, in der die Dinge nicht mehr sind, was sie scheinen. Es wird eine zweite Bedeutungsebene über vorhandene Inszenierungen oder Objekte gelegt und die Spielenden werden zu eingeweihten Figuren einer Spielwelt, die sich nur ihnen erschliesst – wer nicht mitspielt, bekommt von der geheimnisvollen Expedition nur am Rande etwas mit. Die Spielenden aber lösen Rätsel, verfolgen Spuren und beeinflussen mit ihrem Handeln den Fortgang der Geschichte. 

Alte Geschichten, neue Zusammenhänge 

Die Figur der Vivienne von Wattenwyl, bernburgerliche Aristokratin und Grosswildjägerin, ist Hauptperson und Zentrum des Spiels. Vivienne transportiert die Geschichte von Ort zu Ort und durch die Zeiten, leichtfüssig und vergnüglich – und doch mit Tiefgang: Ganz nebenbei, im Eifer des Gefechts, erfahren die Spielenden viel Wissenswertes. Indem man die geheimnisvolle Frau aus der Vergangenheit von ihren Fiebergeistern befreit, werden unbekannte Verknüpfungen und verborgene Details in Themen und Objekten der Ausstellungen freigelegt.    

Neue Wege 

Das Naturhistorische Museum Bern hat sich auf die Suche nach neuen Angeboten für sein Publikum gemacht, mit denen andere Zugänge und neue Blickwinkel zu bestehenden Ausstellungen geschafft werden können. Dabei hat sich das Museum auch eingehend mit den vielversprechenden Entwicklungen im Bereich von Virtual und Augmented Reality beschäftigt.

Bewusst hat sich das Haus aber letztlich gegen eine rein digitale Lösung entschieden. Das Herz des Hauses machen seit jeher die Ausstellungen mit ihren Objekten und Inszenierungen aus. Wikipedia, Google Lens und alle anderen Errungenschaften der schönen, neuen digitalen Welt haben auch einen Einfluss auf die Museumswelt, haben aber dem Reiz des Physischen eines Museums keinen Abbruch getan. Eher im Gegenteil: Mit voller Absicht setzt das Museum einen Gegenpunkt, in dem zwar Smartphones und eine App eingesetzt werden, die Technik aber nur Mittel zum Zweck ist – und die technische Spielerei nicht im Mittelpunkt steht. «Zudem sind wir überzeugt, dass vor allem auch ein jüngeres Publikum nicht mit immer mehr Informationen abgeholt werden kann», schreibt das Museum. 

«Auf unserer Suche stiessen wir schliesslich auf die Berliner Gametheatergruppe machina eX, die sich insbesondere für die Übertragung von Computerspielsystemen in lebensechte Räume interessiert. Wir erkannten in dieser Mischung aus Theater, Computergame, Spieldesign und Hörspiel die Chance, ein Spiel zu entwickeln, das in der Museumslandschaft bisher einmalig ist.», so das Naturhistorische Museum Bern.

nmbe

Kontakt:

https://www.nmbe.ch/de/museum/aktuelles/expedition-fieberwahn-ein-mobiles-spiel-durchs-museum

#NaturhistorischesMuseumBern #ExpeditionFieberwahn #VivienneVonWattenwyl #machinaeX #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+



  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 28. Februar 2021
  • Museum, Ausstellung, Galerie

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