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Daniel Leutenegger, Bulliard 95, CH-1792 Cordast, Tel +41 (0)26 684 16 45 (nachmittags), www.ch-cultura.ch

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"EMMANUEL VAN DER AUWERA: FULL A.L.I.C.E."

"EMMANUEL VAN DER AUWERA: FULL A.L.I.C.E."

10.07.2022 Ausstellung Photoforum / Exposition Photoforum Biel / Bienne, bis am 4. September / jusqu’au 4 septembre 2022


Bild: © Emmanuel Van der Auwera, Memento 32 (Capitol Red), 2021, Newspaper .3mm aluminium plates mounted on aluminium frame

Emmanuel Van der Auweras künstlerisches Werk problematisiert das Selbstverständnis dokumentarischer Bilder, die auf eine Produktion von Fakten und Wahrheit abzielen. Seine Fotografien, Drucke und Videoinstallationen verwenden polarisierendes, im digitalen Raum zirkulierendes Bildmaterial und fragen nach der ethischen Verantwortung im Umgang mit Gewaltbildern und kollektiven Traumata.

Mit Blick auf die jüngsten Schul-Amokläufe in den USA erhalten die in der Ausstellung ausgestellten Arbeiten erschreckende Aktualität. Sie können als Plädoyer für einen kritischen Umgang mit mediatisierten Gewaltdarstellungen gelesen werden. Gleichzeitig bilden sie einen faszinierenden Einblick in das erbarmungslose Kaleidoskop digitaler Bilder, die uns tagtäglich zur Positionierung herausfordern: Welche Bilder erreichen uns durch die mediale Bilderflut? Wo verläuft die Grenze zum Voyeurismus? Welchen Abbildungen schenken wir Vertrauen und warum gehen sie viral?

Die Ausstellung ist Teil des kuratorischen Jahresthemas "Seeing through Clouds", das von der neuen Direktorin Jana Johanna Haeckel entwickelt wurde. Es beschäftigt sich mit der Rolle von Bildarchiven sowie deren vermeintlichen Dokumentationsanspruch. Im digitalen Zeitalter, in dem mehr Bilder produziert und konsumiert werden als je zuvor in der Menschheitsgeschichte, wird das Archiv zum wichtigen Ort für die Verhandlung von Wahrheit und Objektivität. Doch wie begegnen wir den unzähligen Bildern auf unserer Timeline? Welche Fähigkeiten braucht es, um fotografische Bilder zu lesen und zu interpretieren, nicht zuletzt auch, um uns vor dem medial vermittelten Schrecken von Gewalt und Krieg zu schützen?

Die eingeladenen künstlerischen Positionen zeigen unterschiedliche Strategien im Umgang mit Bildarchiven, die sie als potenzielle Orte für Gegenerzählungen umdeuten: Sie verwenden gefundenes Bildmaterial aus digitalen, historischen, fiktionalen und persönlichen Quellen, um die Vorstellung des Bildes als neutrales Dokument zu hinterfragen. Durch bewusst gesetzte Bildstörungen oder subjektive, gegendokumentarische Editing-Verfahren entwickeln sie einen konstruktiv-kritischen Umgang mit fotografischem Material und verdeutlichen, wie Fotografien dazu beitragen, bestimmte Machtverhältnisse zu etablieren.

Biografie Emmanuel Van der Auwera

Emmanuel Van der Auwera (*1982, BE) lebt und arbeitet in Brüssel, Belgien. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen gezeigt, u.a. im Centre Pompidou (Paris, Frankreich), Palais de Tokyo (Paris, Frankreich), Pinakothek der Moderne (München, Deutschland) oder Ars Electronica (Linz, Österreich). Einzelausstellungen umfassen Präsentationen im HEK (Basel, Schweiz) 2022 und im Botanique (Brüssel, Belgien) 2019. 2015 erhielt er den Langui-Preis für junge belgische Kunst.

pfb

Kontakt / Contact:

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