BÜRO DLB - IDEE-REALISATION-KOMMUNIKATION
Daniel Leutenegger, Bulliard 95, CH-1792 Cordast, Tel +41 (0)26 684 16 45 (nachmittags), www.ch-cultura.ch

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"EARTHBOUND - IM DIALOG MIT DER NATUR"

"EARTHBOUND - IM DIALOG MIT DER NATUR"

09.09.2022 Ausstellung im Haus der Elektronischen Künste, Münchenstein / Basel, bis am 13. November 2022


Bild oben: Sabrina Ratté, Floralia, 2021, Video still. Courtesy the artist

Die Ausstellung präsentiert international renommierte KünstlerInnen, die zum Nachdenken über dringliche Umweltthemen und insbesondere über die vielschichtige Beziehung zwischen menschlichem Handeln und dem Ökosystem anregen. Sie stellt Lösungsansätze und alternative Modelle für ein nachhaltigeres Miteinander mit unserer Umwelt vor.

Fast täglich werden wir mit dramatischen Bildern von extremen Wetterphänomenen konfrontiert – von Überschwemmungen, Wirbelstürmen, oder Waldbränden aufgrund extremer Trockenheit. Die Vermüllung der Meere durch Ansammlungen von Plastik, der Verlust von Biodiversität und das Artensterben gehören zu den gravierenden Problemen, die es zu lösen gilt. Die globale Erwärmung schreitet voran und es ist faktisch erwiesen, dass sie zu einem grossen Teil vom Menschen verursacht wird und der Mensch zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf biologische, geologische und atmosphärische Prozesse auf der Erde geworden ist.

Die Ausstellung fokussiert auf künstlerische Praktiken, in denen Medien, Technologien und technowissenschaftliche Methoden in der Kunst zum Einsatz kommen. Ein kreativer Einsatz digitaler Medien und neuer Technologien – Künstliche Intelligenz, Virtuelle Realität, interaktive und immersive Installationen, Multimedia-Skulpturen und Videoinstallationen – laden das Publikum zur kritischen Auseinandersetzung ein; er hinterfragt die Vorstellung, dass der Mensch im Zentrum der Schöpfung steht und ermutigt die Besuchenden, die egozentrische Perspektive auf diesen Planeten aufzugeben und die Beziehung zur Natur neu zu entdecken.

Viele der gezeigten Werke basieren auf einem interdisziplinären Ansatz und der Zusammenarbeit von KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen aus den unterschiedlichsten Bereichen – von der Geologie, Meteorologie bis hin zur Ozeanografie. Die KünstlerInnen der Ausstellung nutzen Technologien nicht als Garanten für eine "bessere" Zukunft, basierend auf der Annahme, dass rein technologische Lösungen den Planeten zu retten vermögen, sondern setzen Technologien dafür ein, uns die Wahrnehmung von unsichtbaren ökologischen Prozessen zu ermöglichen und damit zu einem besseren Zusammenleben mit unserer Umwelt beizutragen. Daher auch der Titel der Ausstellung: "Earthbound".

Mélodie Mousset, Edo Fouilloux, The Jellyfish, 2020. Screen-Shot aus VR. Courtesy of the artist

Bild: Mélodie Mousset, Edo Fouilloux, The Jellyfish, 2020. Screen-Shot aus VR. Courtesy of the artist

Die Ausstellung entstand auf Einladung von Esch2022 – Europäische Kulturhauptstadt im Süden Luxemburgs, wo sie vom 5. Juni bis zum 14. August 2022 in der Möllerei, den Räumen des ehemaligen Rohstofflagers in Esch-Belval, zu sehen war. Für Basel wurde die Ausstellung weiterentwickelt und es werden neue Positionen gezeigt: aktuelle Werke von James Bridle und Robertina Sebjanič und Neuproduktionen von Ursula Endlicher und Dominique & Fabian Koch, die zum ersten Mal zu sehen sind. Im Rahmen der Ausstellung präsentiert das HEK auch das interdisziplinäre Designforschungsprojekt "MITWELTEN. Medienökologische Infrastrukturen für Biodiversität" der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW.

Zur Ausstellung erscheint im Rahmen von Esch2022 – Europäische Kulturhauptstadt ein umfassender Katalog bei Hatje Cantz, der die Werke dokumentiert und mit wissenschaftlichen Beiträgen zu den Themen Nachhaltigkeit, Natur und Diversität bereichert. Im Herbst erscheint zudem ein Magazin, das unter dem Titel "Coding Care –Towards a Technology for Nature" mehrere theoretische Beiträge zum sinnvollen Einsatz von Technologien zu einem besseren Verständnis unseres Ökosystems versammeln wird. Das Magazin erscheint in Kooperation mit dem Institut Kunst Gender Nature der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW.

Beteiligte KÜnstler/Innen

Donatien Aubert (FR), melanie bonajo (NL), Tega Brain (AU), James Bridle (GB), Persijn Broersen & Margit Lukacs (NL), Erik Bünger (DE), Maria Castellanos & Alberto Valverde (ES), Ursula Endlicher (US), Gilberto Esparza (MX), Alexandra Daisy Ginsberg (GB), Marcus Maeder (CH), Mélodie Mousset & Eduardo Fouilloux (CH), Sabrina Ratté (FR), Scenocosme - Grégory Lasserre & Anaïs met den Ancxt (FR), Robertina Sebjanič (SI), Rasa Smite & Raitis Smits (LT), Sissel Marie Tonn & Jonathan Reus (DK)

KuratorInnen: Sabine Himmelsbach und Boris Magrini

hek

Kontakt:

www.hek.ch

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María Castellanos & Alberto Valverde, Beyond Human Perception, 2020, Performance documentation. Courtesy the artists

Bild: María Castellanos & Alberto Valverde, Beyond Human Perception, 2020, Performance documentation. Courtesy the artists

 

 

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