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"CHRISTOPH RÜTIMANN - HANDLAUF KUNST MUSEUM WINTERTHUR UND WEITERE WELTEN"

"CHRISTOPH RÜTIMANN - HANDLAUF KUNST MUSEUM WINTERTHUR UND WEITERE WELTEN"

29.10.2022 Im Kunst Museum Winterthur | Beim Stadthaus & Reinhart am Stadtgarten, bis am 19. März 2023


Bild: Christoph Rütimann (*1955 Zürich), Handlauf Kunst Museum Winterthur | Beim Stadthaus, 2022, Videostill, Kunst Museum Winterthur

Das Kunst Museum Winterthur hat den renommierten Schweizer Künstler Christoph Rütimann eingeladen, im Hinblick auf den Zusammenschluss der drei Winterthurer Ausstellungsorte Beim Stadthaus, Reinhart am Stadtgarten und Villa Flora eigens eine neue Videoarbeit zu realisieren. Dafür präsentiert der Künstler neues Videomaterial, gefilmt an allen drei Standorten des Kunst Museum Winterthur und verbindet diese mit anderen Welten.

Linien ziehen sich durchs künstlerische Universum von Christoph Rütimann (*1955 in Zürich). Sein Schaffen reicht von Performances über Klang‐, Text‐, Foto‐ und Videoarbeiten bis hin zu klassischen Ausdrucksmitteln wie Zeichnung, Malerei und Skulptur. Stets wird in seiner Kunst ein Bezug zu naturwissenschaftlichen Fragestellungen spürbar, denen Rütimann sich in spielerischer Weise nähert und die vermeintliche Rationalität wissenschaftlicher Diskurse um die Dimension des Unwägbaren erweitert.

Bei aller Vielfalt seines Schaffens lassen sich Konstanten ausmachen: der performative Ansatz, das Spiel mit Zufall oder Gravitation – und nicht zuletzt die Linie als zwei‐ oder dreidimensionale Grenzziehung. Letztere, im zeichnerischen Werk angelegt, erfährt eine entscheidende Erweiterung in den Handläufen, die als Teil des Werkkomplexes Geh-Länder an unterschiedlichsten Orten wie London, Peking, Seoul und Odessa realisiert wurden: Rütimann fährt mit der Kamera entlang von Geländern, Architekturkanten und Linien, die sich als Kameraschienen eignen. Die Videosequenzen werfen aus der Perspektive des Handlaufs, des Bauwerkes und des Mobiliars einen eigenwilligen Blick in die Welt. Dabei überraschen die Verschiebung des Standpunktes und die Nahsicht auf den Handlauf, der den Takt der Videosequenzen vorgibt, rhythmisiert und zugleich den performativen Akt ins Bewusstsein ruft.

Das Kunst Museum Winterthur hat den Künstler eingeladen, im Hinblick auf die Wiedereröffnung der Villa Flora, ursprünglich geplant auf 2023, wegen Bauverzögerung aktuell für Frühling 2024 angesetzt, und den Zusammenschluss der drei Ausstellungsorte eine Videoarbeit zu realisieren: Handlauf Kunst Museum Winterthur. Nach einer intensiven Beschäftigung mit den Gebäuden und ihren Eigenheiten entschied sich Rütimann, sich auf die Architektur der Gebäude zu konzentrieren, auf den Aussen- wie auch den Innenbereich. Dabei geht der Künstler innerhalb des umfassenden Werkkomplexes der Geh-Länder einen entscheidenden Schritt weiter: Im Unterschied zu den bisherigen Handläufen wird der Raum neu von seinen Kanten her erfasst. Seine Kamera folgt den markanten Architekturelementen der bedeutenden, unter Denkmalschutz stehenden Gebäude. Im Innenraum sind es die prägnanten Brusttäferungen, welche die Innenarchitektur aller drei Häuser mitprägt und als Charakteristikum verbindet. Im Aussenbereich ist es der Bezug der Gebäude zum Stadtraum. Präsentiert werden die neuen Arbeiten in einer raumgreifenden Installation, ergänzt durch bestehende Handläufe, die den Ort Winterthur gleichsam mit der Welt verbinden.

Ausgangspunkte bilden die Eingangsbereiche des Kunst Museum Winterthur. Zusammen mit weiteren Werken des Künstlers entlang geografischer, kultureller und politischer Grenzen, in einer spektakulären Installation inszeniert, ergibt sich so ein vertiefter Einblick in die weiteren Welten der Geh-Länder.

Christoph Rütimann wurde 1955 in Zürich geboren, wuchs im bündnerischen Schiers auf und lebt heute in Müllheim (Thurgau). Seit 1981 ist sein Schaffen regelmässig in Ausstelllungen und Performances im In- und Ausland zu sehen. 1993 vertrat er die Schweiz an der Biennale von Venedig. 2007 folgte die Retrospektive im Kunstmuseum St.Gallen und im Kunstmuseum Thurgau, 2008 im Kunstmuseum Bonn. Für sein Werk erhielt er diverse Auszeichnungen, darunter 2004 den Internationalen Kunstpreis des Landes Vorarlberg und 2007 den Kunst- und Kulturpreis der Stadt Luzern und 2017 den Kulturpreis des Kantons Thurgau. 

kmw

Kontakt: 

https://www.kmw.ch/

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