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"AUFGESCHRIEBEN. STIFT, TASTE, SPRACHERKENNUNG"

"AUFGESCHRIEBEN. STIFT, TASTE, SPRACHERKENNUNG"

15.09.2022 Ausstellung in der Schweizerischen Nationalbibliothek, Bern, vom 16. September 2022 bis am 13. Januar 2023


Bild oben: Key Visual "Aufgeschrieben. Stift, Taste, Spracherkennung". Design: Melanie Brandel, Manufaktur für Gestaltung

Spracherkennung, Autokorrektur, Copy-and-paste: Neue Techniken des Aufschreibens erobern den Alltag. Das Schreiben verändert sich rasant. Die Schweizerische Nationalbibliothek geht in ihrer Ausstellung "Aufgeschrieben. Stift, Taste, Spracherkennung" der Frage nach, wie das Schreiben und seine Techniken zusammenhängen. Sie wirft einerseits einen Blick zurück auf Federkiel, Schreibmaschine und Bleistift. Andererseits blickt sie voraus und ermöglicht es den Ausstellungsbesuchenden, mit Hilfe einer eigens entwickelten Künstlichen Intelligenz zu schreiben.

Schweizerische Nationalbibliothek_Aufgeschrieben_Ausstellungsansicht. Foto: NB, Simon Schmid

Bild: Ausstellungsansicht - Foto: NB, Simon Schmid

Wie man schreibt und was man schreibt hängen eng zusammen. Was das konkret bedeutet, zeigt die Ausstellung. Anlass zu dieser Schau gibt die Beobachtung, dass in den letzten Jahrzehnten neue Aufschreibetechniken den Weg in den Alltag gefunden haben. Von elektronischen Stiften fürs Tablet über die Diktierfunktion auf dem Smartphone bis zu unauffälligen Chatbots zeigt sich: Das Aufschreiben befindet sich im Wandel. Dieser ist aktuell, aber nicht neu. Die Mechanisierung respektive Automation des Schreibens wird seit 150 Jahren vorangetrieben.

Ab den 1980er-Jahren interessiert sich die Schreibforschung für diese Transformation. Heute analysiert sie den Prozess der Textentstehung als Zusammenspiel zwischen psychologischen, sozialen, kulturellen, technischen und ökonomischen Faktoren. Die Ausstellung "Aufgeschrieben" lädt dazu ein, dieses Zusammenwirken anhand aktueller Schreibtechniken zu erfahren, etwa im Austausch mit einer eigens programmierten Künstlichen Schreib-Intelligenz, deren Stil und Wortschatz an Emmy Hennings und Robert Walser geschult wurde. Zudem blickt sie zurück auf die traditionellen Aufschreibe- und Drucktechniken und zeigt, wie Stifte und Schreibmaschinen Schweizer Literaturgeschichte geschrieben haben.

Was ist zu sehen und zu erleben?

Die Ausstellung "Aufgeschrieben. Stift, Taste, Spracherkennung" bietet eine Annäherung ans Thema aus verschiedenen Blickwinkeln und via unterschiedliche Medien: Text, Bild, Film, Fotos, interaktive Stationen und Objekte. Bei den Objekten wird vor allem auf die Bestände des Schweizerischen Literaturarchivs und der Graphischen Sammlung (beide sind Teil der Nationalbibliothek) zurückgegriffen. Highlights sind das beschriftete Brautkleid der Schriftstellerin Aglaja Veteranyi (1962–2002) sowie die Arbeiten des Schweizer Grafikers Karl Gerstner rund um seine Schrift "Gerstner Original".

Die Ausstellung richtet sich an alle am Lesen und Schreiben interessierten Menschen und bietet verschiedene, einander ergänzende Zugänge: übers Schreiben, Lesen, Betrachten, Spielen und Hören. Ein einzigartiges Erlebnis stellt dabei der Audiowalk dar. Dieser führt auf unterhaltsame Weise durch die Ausstellung und ermöglicht es den Besuchenden, Dinge zu entdecken, die sonst verborgen blieben.

Zusätzliche Vermittlungsangebote zur inhaltlichen Vertiefung

Die Schweizerische Nationalbibliothek organisiert diverse öffentliche Veranstaltungen rund um die Ausstellung: die literarische Soirée "Schreibtechniken – ein Generationengespräch zwischen Martina Clavadetscher und Klaus Merz" am 22. September 2022 um 18 Uhr; eine Kuratorenführung am 26. Oktober 2022 um 17.30 Uhr; ein Gespräch rund um Literatur, Künstliche Intelligenz und die Frage "Walsert es?" am 7. November 2022 um 18 Uhr sowie eine Ausstellungsführung zu Schreibzeugen aus dem Schweizerischen Literaturarchiv am 30. November 2022 um 17.30 Uhr. Im Podcast "Gegensprecher" gehen vier Fachpersonen zusammen mit dem Kurator den einzelnen Ausstellungslinien nach und bringen ihr Wissen und ihre Sicht im Gespräch ein. Zudem widmet das Schweizerische Literaturarchiv die im September 2022 erscheinende Ausgabe ihres Bulletins den Schreibmaschinen von Schweizer Autorinnen und Autoren und schafft somit einen direkten Bezug zur Ausstellung.

nb

Kontakt:

Schweizerische Nationalbibliothek

Hallwylstrasse 15, Bern

www.nationalbibliothek.ch 

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 Aglaja Veteranyi, Brautkleid beschriftet (2001), Nachlass Aglaja Veteranyi, Schweizerisches Literaturarchiv, Schweizerische Nationalbibliothek. Foto: NB, Simon Schmid

Bild: Aglaja Veteranyi, Brautkleid beschriftet, (2001), Nachlass Aglaja Veteranyi, Schweizerisches Literaturarchiv, Schweizerische Nationalbibliothek - Foto: NB,
Simon Schmid

 

 

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