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SUISSECULTURE SOCIALE: COVID-NOTHILFE ENDET PER ENDE 2022

SUISSECULTURE SOCIALE: COVID-NOTHILFE ENDET PER ENDE 2022

24.10.2022 Mit der Aufhebung der staatlichen Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-Pandemie, welche in den letzten zwei Jahren das öffentliche und kulturelle Leben in der Schweiz prägte, hat der Bund auch das Ende der staatlichen Unterstützungsmassnahmen im Bereich der Kultur beschlossen. Als letzte dieser Massnahmen wurde die Covid-Nothilfe – ausgerichtet von Suisseculture Sociale – noch bis Ende 2022 verlängert und endet dann definitiv.


Suisseculture Sociale hat seit April 2020 10'819 Gesuche von mehr als 3'000 Personen bearbeitet (Stand 17. Oktober 2022) und rund 32 Millionen Schweizer Franken als Unterstützungsbeiträge ausbezahlt. "Diese Unterstützungen leisteten einen zentralen Beitrag dazu, dass professionelle Kulturschaffende die unverschuldete Notlage überbrücken und nach Ende der Pandemie wieder ihre berufliche Tätigkeit aufnehmen konnten.", so Suisseculture Sociale in ihrer Medienmitteilung.

"Bedauerlich bleibt aber, dass es nicht in allen Fällen gelungen ist, den Kulturschaffenden die Möglichkeiten zu bieten, eine Wiederaufnahme ihrer künstlerischen Tätigkeiten vor Ablauf der Nothilfe-Unterstützung zu ermöglichen. Suisseculture Sociale geht davon aus, dass die rund 600 Personen/Haushalte, welche aktuell noch Nothilfe beziehen, ab Ende Jahr auf Sozialhilfe angewiesen sein werden.", heisst es weiter im Text.

"Wie schon seit Beginn der Krise bekannt, waren Kulturschaffende in grösstem Mass von den Auswirkungen der Krise betroffen – einerseits, weil die staatlichen Einschränkungen für die meisten Kulturschaffenden ein faktisches Berufsverbot bedeuteten. Anderseits aber auch, weil der grosse Teil der Kulturschaffenden in der Schweiz schon vor der Pandemie in prekären Arbeitssituationen leben mussten. Die Studien von Suisseculture Sociale, zuletzt 2021 erstellt, weisen seit Jahren darauf hin, dass Kulturschaffenden trotz längeren Arbeitszeiten Einkommen weit unter dem Schweizer Durschnitt erwirtschaften (vor der Krise verdienten 60% der Kulturschaffenden Jahreseinkommen von 40'000 CHF und weniger) und darüber hinaus nur ungenügend sozial abgesichert sind – sei das im Alter, bei Krankheit, Unfall oder anderweitigem Erwerbsausfall.", schreibt Suisseculture Sociale.

Suisseculture Sociale werde sich auch in den kommenden Jahren enggieren, "die Situation von Kulturschaffenden nachhaltig zu verbessern, insbesondere für eine generell bessere Einkommenssituation der Kulturschaffenden, aber auch für längst notwendige Anpassungen im Sozialversicherungssystem, welches nach wie vor nicht den Bedürfnissen der modernen Arbeitswelt (und somit sehr speziell auch jener der Kulturschaffenden) entspricht."

Darüber hinaus betreibt Suisseculture Sociale weiterhin einen privaten Sozialfonds, welcher Kulturschaffende in akuten finanziellen Notlagen unterstützen kann. Dieser ist aber nur auf punktuelle Unterstützung ausgelegt und kann bei langfristiger Armut kein Ersatz für Sozialhilfe sein.

"Dennoch gehen wir davon aus, dass der Sozialfonds aufgrund der erhöhten Bekanntheit von Suisseculture Sociale in den nächsten Jahren für viele Kulturschaffende eine wichtige Unterstützung bieten kann. Dafür bleibt trotz der grosszügigen Unterstützung von privaten SpenderInnen und Stiftungen der finanzielle Bedarf gross, so dass Suisseculture Sociale in den nächsten Jahren auf weitere Spenden angewiesen ist, um diese wichtige Aufgabe zu erfüllen.", schreibt Suisseculture Sociale abschliessend.

Gesuche um Nothilfe können noch bis zum 30. November 2022 unter
http://nothilfe.suisseculturesociale.ch eingereicht werden.

Gesuche an den Sozialfonds können elektronisch via info@suisseculturesociale.ch eingereicht werden.

Für Spenden an den Sozialfonds von Suisseculture Sociale:
https://www.suisseculturesociale.ch/sozialfonds/goenner/ 

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