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Pro Helvetia blickt zurück und arbeitet an der Zukunft

Pro Helvetia blickt zurück und arbeitet an der Zukunft

28.04.2011 Im Jahr 2010 hat Pro Helvetia rund 1'700 Projekte in 100 Ländern unterstützt. Mit der Eröffnung des Verbindungsbüros in Shanghai hat sie ihr Aussenstellennetz entscheidend verdichtet. Eine schweizweite Diskussion zu künftigen Aufgaben der Kulturförderung brachte die Stiftung mit den Programmen zu Computerspieldesign und Kulturvermittlung in Gang. Gleichzeitig standen die Vorbereitungen für das Kulturförderungsgesetz an, das 2012 in Kraft tritt.


Pro Helvetia ist zufrieden mit 2010. Insgesamt nahm die Stiftung 3'286 Unterstützungsanfragen entgegen. Davon hiess sie 52 Prozent, genau 1'719 gut.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der eingegangenen Dossiers leicht gesunken (-123). Der Rahmenkredit des Bundes blieb mit 34 Millionen Franken stabil.

Bereits 40 Prozent der Anträge wurden über das elektronische Gesuchsportal www.myprohelvetia.ch abgewickelt. Dieses trägt dazu bei, den administrativen Aufwand mit 13,4 Prozent auf konstant tiefem Niveau zu halten.

Vielfältige Projekte

Das Spektrum der geförderten Projekte im vergangenen Jahr war breit. Es reichte von der wichtigsten Retrospektive über den Tessiner Architekten Mario Botta in Rovereto (I) über das Schweizerische Papiermuseum in Basel bis zu Kompositionsaufträgen in allen Sparten der Musik.

In den Genuss von Fördergeldern kam auch der indische Verlag Seagull für die Herausgabe von 11 Schweizer Buchtiteln auf Englisch oder das Schweizer Tanzfest, das in 25 Städten stattfand.

Selber entwickelt hat Pro Helvetia das Programm GameCulture, das sich mit den künstlerischen Aspekten von Computerspielen auseinandersetzt, sowie das Programm Kulturvermittlung, das nach Möglichkeiten sucht, neue Publikumsschichten zu erschliessen. Solche Themenprogramme sind grundsätzlich national gedacht, sie vereinen Partner aus allen Teilen der Schweiz.

Grosse Herausforderung

Das Jahr 2010 sei für Pro Helvetia ein erfolgreiches, aber auch intensives Jahr gewesen, schreibt der Präsident Mario Annoni im Jahresbericht.

Die Eröffnung des Verbindungsbüros in Shanghai bedeutete einen Meilenstein des Kulturaustauschs. Zugleich beanspruchen die Vorbereitungen für die strukturellen Anpassungen und die zusätzlichen Aufgaben, die das Kulturförderungsgesetz bis anfangs 2012 verlangt, besondere Anstrengungen.

In kürzester Zeit entsteht parallel zum Normalbetrieb eine neue Organisation, ausserdem braucht es neue Förderkonzepte und die wichtigsten Reglemente müssen neu entworfen werden.

Im Juni wird der Bundesrat den künftigen, auf neun Mitglieder verkleinerten Stiftungsrat nominieren.

ph

Weitere Informationen finden sich im Jahresbericht:

www.prohelvetia.ch/jahresbericht

Angaben zu geförderten Projekten 2010:

www.prohelvetia.ch/report

Kontakt:

Sabina Schwarzenbach, Leiterin Kommunikation,

T +41 44 267 71 39,

sschwarzenbach@prohelvetia.ch

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