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11. April 2011

«Kritik an Chinas Machthabern wird noch weniger geduldet als bisher»

Das Netzwerk «Kunst + Politik» fordert die Überprüfung der kulturellen Zusammenarbeit von Bund und Pro Helvetia mit China.

Der Künstler Ai Weiwei, der Autor Ran Yunfei und mit ihnen Dutzende weitere chinesische Kulturschaffende sowie Rechtsanwälte, Blogger und andere unangepasste Intellektuelle wurden in diesen Tagen verhaftet, wie verschiedene Medien berichteten.

«Deutliche Zeichen dafür, dass Kritik an Chinas Machthabern angesichts der arabischen Volksaufstände noch weniger geduldet wird als bisher», hält «Kunst + Politik» fest. Gleichzeitig bemühe sich die Schweiz aktiv um den Kulturaustausch mit diesem Land, «in dem bis heute freier kultureller Ausdruck schwierig und riskant bleibt – wie die jüngsten Verhaftungen zeigen. So betreute beispielsweise die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia während zweier Jahre das Länderprogramm ‚Swiss Chinese Cultural Explorations‘ in China und führt seit Oktober 2010 sogar ein ständiges Verbindungsbüro in Shanghai.»

Das Netzwerk Kunst + Politik fordert aufgrund der jüngsten Ereignisse «daher eindringlich:

  • Die Schweiz prüft ein Moratorium der offiziellen kulturellen Zusammenarbeit mit China (u.a. durch Pro Helvetia), solange dort die Freiheit der Kunst nicht garantiert werden kann.
  • Die Schweiz fordert China offiziell auf, die Freiheit der Kunst sowie der Künstlerinnen und Künstler per sofort uneingeschränkt zu respektieren.
  • Die Schweiz setzt sich für die unverzügliche Freilassung der beiden Kunstschaffenden Ai Weiwei und Ran Yunfei sowie der zahlreichen weniger bekannten verhafteten Regierungskritiker ein.»

Kunst + Politik

www.kunst-und-politik.ch

Bei Fragen:

Guy Krneta, Tel. 061 281 74 65

Nicole Pfister Fetz, Tel. 041 712 10 80 (ev. 079 330 02 67)

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 11. April 2011
  • Kulturförderung, Kulturvermittlung, Kultur- und Medienpolitik

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