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Daniel Leutenegger, Bulliard 95, CH-1792 Cordast, Tel +41 (0)26 684 16 45 (nachmittags), www.ch-cultura.ch

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Kantonalzürcherischer Kulturpreis und Förderpreis 2010

Kantonalzürcherischer Kulturpreis und Förderpreis 2010

26.02.2010 Auf Vorschlag der Kantonalen Kulturförderungskommission hat der Regierungsrat des Kantons Zürich entschieden, mit dem Kulturpreis 2010 Daniel Schwartz (Bild), Fotograf und Autor, und mit dem Förderpreis 2010 im Bereich Musik, Tanz und Theater das Duo Zimmermann & de Perrot auszuzeichnen.


 

Kulturpreis an Daniel Schwartz

Der mit 50'000 Franken dotierte Kulturpreis zeichnet das herausragende künstlerische Werk oder die Vermittlungstätigkeit einer Persönlichkeit oder Gruppe aus.

Der Fotograf und Autor Daniel Schwartz, 1955 in Olten geboren, Absolvent der Fachklasse für Fotografie an der Schule für Gestaltung Zürich (1977-1980) ist weltweit tätig als freier Fotograf. Grosses künstlerisches Potenzial wurde ihm schon Ende der 1970er Jahre zugesprochen.

In den 90er Jahren war er Mitglied der Zürcher Fotoagentur «Lookat Photos» und seine Fotoreportagen lieferten sowohl für die schweizerische Tages- und Fachpresse, wie etwa die «Neue Zürcher Zeitung» oder die Kulturzeitschrift «Du», aber auch international wichtige Presseerzeugnisse - genannt sei hier beispielhaft der «Lettre International» -, aufsehenerregende Fotoreportagen. Der ersten Einzelausstellung 1983 im Kunstmuseum Thun folgten Präsentationen seiner Fotoarbeiten in grossen Häusern der Schweiz und des Auslands. Daneben ist sein künstlerisches Schaffen in einer Vielzahl von Publikationen belegt.

Daniel Schwartz - unterdessen ein Fotograf internationaler Anerkennung- ist Künstler und Reporter zugleich. Im Bild gelingt ihm ein Doppeltes: Er hält das Besondere fest und macht daran zugleich - im Medium der Abstraktion, der ästhetischen Reduktion, der kühnen Nüchternheit - das Allgemeingültige sichtbar. Er war der erste Ausländer, der 1987 der Grossen Mauer Chinas in ihrer vollen Länge folgte und dabei die «Idee» des Monuments in eindringlichen Aufnahmen rekonstruierte. In dem zur gleichnamigen Ausstellung (2009 im Helmhaus Zürich) erschienenen Band «Travelling through the Eye of History» hat er die fotografische Ernte seiner Reisen nach Zentralasien in den letzten vierzehn Jahren dokumentiert. Die Zürcher Ausstellung wird 2011 in Berlin gezeigt.

Mit dem Kulturpreis soll das künstlerische und dokumentarische Wirken von Daniel Schwartz ausgezeichnet werden.

Förderpreis an das Duo Zimmermann & de Perrot

Der mit 40'000 Franken dotierte Förderpreis wird als zukunftsgerichtetes Förderinstrument an Kulturschaffende aus den Bereichen Musik, Theater und Tanz vergeben, deren hohes Entwicklungspotenzial auf Grund ihrer bisher erbrachten künstlerischen Leistungen absehbar ist.

Martin Zimmermann wurde 1970 in Winterthur geboren. Nach einer Lehre als Dekorationsgestalter absolvierte er das Centre National des Arts du Cirque (C.N.A.C.) in Frankreich, welches er mit Auszeichnung abschloss. Er spielte als Gründungsmitglied der Compagnie Anomalie im legendären Cri du Caméléon von Joseph Nadj. Nach seiner Rückkehr nach Zürich 1998 begann seine Arbeit als Choreograf.

Dimitri de Perrot wurde 1976 in Neuchâtel geboren. Während seiner Gymnasialzeit in Zürich am Liceo Artistico italo-svizzero trat er bereits als DJ auf. Seit der Matura bildete er sich als Autodidakt weiter und entwickelte sich zum Musiker und Komponisten. 2005 ehrte ihn die Stadt Zürich als Musiker des Jahres mit dem «Werkjahr» im Bereich Pop/Rock/Jazz.

Als Mitglieder des international bekannten Künstlerkollektivs «Metzger/Zimmermann/ de Perrot» waren Martin Zimmermann und Dimitri de Perrot massgeblich beteiligt am grossen Erfolg der Produktionen «Gopf», «Hoi» und «Janei». Mit dem Stück «Gaff Aff» setzten sie 2006 ihre künstlerische Tätigkeit fort als Duo «Zimmermann & de Perrot» und durften verdienterweise auf gleich hohem Erfolgsniveau ihre Karriere fortsetzen. 2008 entstand bereits ihre zweite Produktion «öper öpis».

Die eigenwillige Welt, die «Zimmermann & de Perrot» auf die Bühne bringen, entsteht aus kleinen Geschichten, die der genauen Beobachtung des alltäglichen Lebens entstammen. In minuziös und bis ins letzte Detail ausgeklügelten Bühnenbildern vereinen sie höchste körperliche Konzentration mit tiefer Reflektion über die conditio humana zu spielerisch leichten, sich stets wandelnden Bildern und Klängen, die unvergesslich in Erinnerung bleiben. Die beiden Künstler verlassen sich dabei ganz auf die körperliche Ausdrucksstärke bzw. die virtuose Behandlung von Vinyl auf Plattentellern. Ihre Erfindungsgabe - beim einen der eigene Körper, beim andern die Transformation des Klanges - scheint dabei keine Grenze zu kennen. «Zimmermann & de Perrot» haben dank jahrelanger Zusammenarbeit hinter und auf der Bühne zu einem symbiotischen Zusammenspiel gefunden, das ihr Publikum in ihren Bann schlägt. Wortlose, nur mit Bewegung und Klang erzählte Geschichten voller Poesie und Magie, die weltweit verstanden und geliebt werden.

Der Förderpreis des Kantons Zürich soll «Zimmermann & de Perrot» darin bekräftigen, ihren Mikrokosmos scharfsichtig und scharfsinnig weiter zu erforschen, damit ihre nächsten Produktionen als getanzte, tönende Wunderstückli auf grossen und kleinen Bühnen allerorts ein staunendes Publikum finden können.

st

Kontakt:

http://www.fotostiftung.ch/index.php?id=66&autor=435

http://www.zimmermanndeperrot.com/


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