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"Diese leidige Salamitaktik muss jetzt ein Ende haben"

"Diese leidige Salamitaktik muss jetzt ein Ende haben"

24.02.2011 Der Schweizer Heimatschutz kritisiert den gestrigen Entscheid des Bundesrats, "im Rahmen der Kulturbotschaft bloss noch 25 Millionen Franken für Heimatschutz und Denkmalpflege zur Verfügung zu stellen - deutlich weniger als im Durchschnitt der letzten Jahre."


Bild oben: Adrian Schmid, Geschäftsleiter Schweizer Heimatschutz

Bild unten: Die Schäden an den Schutzobjekten und damit die Sanierungskosten nehmen zu. (Foto SHS)

"Gegen den Willen des Bundesrats hatte das eidgenössische Parlament in den vergangenen Jahren den Beitrag auf 30 Millionen Franken festgesetzt. Der Schweizer Heimatschutz ist alarmiert. Die Denkmalpflege scheint für den Bundesrat ein rotes Tuch zu sein", schreibt der Schweizer Heimatschutz.

Für die Periode 2008-2011 habe der Bundesrat jeweils in der Budgetdebatte eine drastische Reduktion der Bundesmittel für Heimatschutz und Denkmalpflege auf durchschnittlich knapp 21 Millionen Franken beantragt. "Das eidgenössische Parlament korrigierte jeweils umgehend und sprach 30 Millionen Franken."

"Mit der Kulturbotschaft nimmt der Bundesrat ein weiteres Mal den Auftrag des Parlaments nicht ernst. Unmissverständlich sei dem Bundesrat mitgeteilt: Diese leidige Salamitaktik muss jetzt ein Ende haben", hält der Heimatschutz fest. Weiter: "Im Rahmen der Kulturbotschaft 2012-2015 sind jährlich mindestens 30 Millionen Franken für den Schutz unser Denkmäler festzulegen."

"Dem Rückgang der Bundesmittel in den letzten Jahren stehen zahlreiche Restaurierungen gegenüber, welche dringend angepackt werden müssten. Die Schäden an den Schutzobjekten und damit die Sanierungskosten nehmen zu. Es droht ein exponentiell wachsender Schaden an den Baudenkmälern", betont der Schweizer Heimatschutz.

Für weitere Auskünfte und Fragen:

Adrian Schmid, Geschäftsleiter Schweizer Heimatschutz, Tel. 076 342 39 51

Ein Factsheet mit zehn Argumenten für eine Aufstockung der Bundesmittel im Bereich Heimatschutz und Denkmalpflege der Nationalen Informationsstelle für Kulturgüter-Erhaltung (NIKE) und des Schweizer Heimatschutzes steht hier zur Verfügung.

Die Vernehmlassungsantwort sowie die entsprechende Medienmitteilung zur Kulturbotschaft können auf der Website des Schweizer Heimatschutzes eingesehen werden.

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Der "Runde Tisch Baukultur Schweiz", dem auch der Schweizer Heimatschutz angehört, hat gestern das Manifest "Baukultur. Eine kulturpolitische Herausforderung" verabschiedet, das die grundsätzlichen Anliegen des Runden Tischs darlegt und zugleich die Lobbyarbeit bezüglich der Kulturbotschaft unterstützen soll.

-> Die Essenz der Forderungen auf einer Seite (PDF)
-> Mehr zum Runden Tisch Baukultur

sh

Kontakt:

http://www.heimatschutz.ch

Auf dieser Webseite bereits erschienen:

https://www.ch-cultura.ch/de/archiv/kultur-und-medienpolitik/bundesrat-verabschiedet-kulturbotschaft

https://www.ch-cultura.ch/de/archiv/kultur-und-medienpolitik/das-parlament-muss-die-aktuelle-baukultur-einbauen

 

 

 

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