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"Das Parlament muss die aktuelle Baukultur einbauen"

"Das Parlament muss die aktuelle Baukultur einbauen"

24.02.2011 SIA zur bundesrätlichen Botschaft zum Kulturprogramm 2012-2015


Der Bundesrat hat gestern die Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2012-2015 (Kulturbotschaft) verabschiedet. Sie regelt die strategische Ausrichtung der Kulturförderung des Bundes und deren Finanzierung in einem eigenen Gesetz.

Der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein (SIA) begrüsst diese "längst fällige Konkretisierung." Die bundesrätliche Vorlage erfülle die Ansprüche einer zeitgemässen Kulturpolitik jedoch nicht. "Der Bundesrat sagt nicht, wie das aktuelle Baukulturschaffen gefördert und vermittelt werden soll. Hier muss das Parlament korrigieren", sagt Daniel Kündig, Präsident des SIA.  "Dabei muss die vorberatende Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) sorgfältig darauf achten, die aktuelle Baukultur der Pflege des baukulturellen Erbes - dem Heimatschutz und der Denkmalpflege - gleichzustellen."

Im Rahmen der Kulturbotschaft sei deshalb eine schweizerische Baukultur-Politik zu definieren. "Es ist nicht nachvollziehbar, dass der Bundesrat die Förderung der zeitgenössischen Baukultur in der Vorlage nicht berücksichtigt. Das kann und darf sich die Schweiz nicht leisten", so Kündig. Schliesslich sei die aktuelle Baukultur ein prägendes Element der Selbstdarstellung und der Aussenwahrnehmung.

Das Parlament habe den Vorschlag des Bundesrates dann so zu gestalten, dass dieser den strategischen und finanziellen Rahmen für ein modernes Verständnis von Baukultur absteckt. "Wir fordern die Parlamentarier auf, die Kulturbotschaft mit einer entsprechenden Gesamtstrategie zu ergänzen, welche die Baukultur und damit die kulturelle Vielfalt des Landes stärkt", sagt Kündig.

Zeitgenössische Architektur und die Ingenieurbaukunst prägen die moderne Schweiz. "Das neue Gesetz muss die Bedeutung des realen Lebensraums abbilden. Wir wollen Baukultur bewahren, fördern und vermitteln", sagt Kündig. Gerade im Wahljahr, so Kündig, "können Parlamentarierinnen und Parlamentarier damit zeigen, wie sehr sie sich für die Zukunft der Schweiz engagieren."

In den kommenden Monaten parlamentarischer Arbeit wird der SIA seine Forderungen ins Parlament tragen. Unter anderem sei im Gesetz eine ständige Fachkommission für zeitgenössische Baukultur sowie ein eidgenössischer Preis für anerkanntes Schaffen in der zeitgenössischen Baukultur zu verankern. Ein periodischer Bericht zur Baukultur soll als eine der Grundlagen zur Förderung der baukulturellen Bildung dienen. Und um Baukultur möglichst konkret und nachhaltig vermitteln zu können,  verdiene "Spacespot", der Verein zur Sensibilisierung für den gestalteten Lebensraum, entsprechende finanzielle Mittel.

Der SIA hat seine Position zusammen mit anderen Akteuren der Baukultur ausführlich dargelegt (s. Dokument "Baukultur. Eine kulturpolitische Herausforderung").

ots

Kontakt:

Thomas Müller
Leiter PR/Kommunikation SIA
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Tel.: +41/44/283'15'93
E-Mail: thomas.mueller@sia.ch

oder

Claudia Schwalfenberg
Projektleitung Runder Tisch Baukultur Schweiz
SIA Generalsekretariat
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Tel.: +41/44/283'15'94
E-Mail: claudia.schwalfenberg@sia.ch

www.sia.ch

Hinweis: Die Vernehmlassung eidg. Kulturbotschaft 2012-2015 kann kostenlos im pdf-Format unter http://presseportal.ch/de/pm/100021440 heruntergeladen werden.

Auf dieser Webseite bereits erschienen:

https://www.ch-cultura.ch/de/archiv/kultur-und-medienpolitik/bundesrat-verabschiedet-kulturbotschaft

 

 

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