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5. Februar 2016

5.2.1916 DADA 5.2.2016

Diverse Jubiläumsaktivitäten im Jahr 2016 (Ergänzungen willkommen)

Bild: Johannes Theodor Baargeld (Alfred Emanuel Ferdinand Greunwald; 1892-1927): Typical Vertical Mess as Depiction of the Dada Baargeld (Typische Vertikalklitterung als Darstellung des Dada Baargeld), 1920, Kunsthaus Zürich, Graphische Sammlung (Ausschnitt/cropped) – public domain – Zur Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Johannes_Theodor_Baargeld_

CABARET VOLTAIRE

100 Jahre Dada und Cabaret Voltaire – «165 Feiertage: Obsession Dada»

Am 5. Februar 2016 jährt sich die Eröffnung des Cabaret Voltaire zum 100. Mal und Dada feiert damit ein Jahrhundert der Existenz. Gefeiert wird dies mit 165 Feiertagen und einer Manifestation unserer Obsession Dada. Wir tun dies mit den drei Themenbereichen Dadalogie, Akademie und Kunst mit dem Ziel, durch dieses Ritual eine Transformation des Cabaret Voltaire zu erreichen, um es zu dem zu machen, was es vor 100 Jahren war: eine Künstlerkneipe und ein freier Ort der zeitgenössischen Kunst. Wir tun dies, indem wir Schwung holen bei den Dadaisten, uns von ihnen inspirieren lassen und von ihnen lernen, mit Philosophen über Gesellschaft und Kunst nachdenken und mit Künstlerinnen und Künstlern die Energieeinheit Obsession entzünden.

http://www.cabaretvoltaire.ch/

LANDESMUSEUM ZÜRICH

«Dada Universal»

Vor hundert Jahren wurde in Zürich die radikale Kunstbewegung Dada gegründet und sofort weltberühmt. Doch was verbirgt sich hinter dem Wort? Blödelei und Unsinn? Nein: Dada rechnete mit dem Wahnsinn des Ersten Weltkriegs ab. Aus Anlass des runden Geburtstags zeigt das Landesmuseum 2016 in einer Ausstellung nicht nur Dada-Werke, sondern auch die globale und universale Ausstrahlung der Bewegung: Und das bis in die Gegenwart. Im Zentrum steht als «Mona Lisa» des Dadaismus das legendäre Urinoir von Marcel Duchamp. Und in einem Wirbel durch Zeit und Raum erlebt man den Esprit Dada dank Objekten, Projektionen und Lautgedichten. Alle Sinne werden angesprochen. Denn: «DADA EST TATOU. TOUT EST DADA».

http://www.nationalmuseum.ch/d/microsites/2016/Zuerich/Dada.php

KUNSTHAUS ZÜRICH

«Dadaglobe Reconstructed»

«Dadaglobe» versammelt die über zweihundert Kunstwerke und Texte, welche Tristan Tzara 1921 von Künstlern aus ganz Europa zugeschickt worden sind. Dieses epochale, aber bisher nie publizierte Buchprojekt findet im 100. Jubiläumsjahr von Dada endlich seine Verwirklichung: Indem die weltweit verstreuten Beiträge in langjähriger Recherchearbeit wieder zusammengetragen worden sind, bildet diese Ausstellung einen Meilenstein der jüngsten Dada-Forschung. Konkret umfasst die Präsentation Selbstporträts, Fotomontagen und Collagen, Zeichnungen, Buchseitenentwürfe, Gedichte und Essays, daneben Manuskripte, Drucksachen und Aufschluss gebende historische Dokumente. «Dadaglobe» stellt eine Rundumschau über die künstlerische Vielfalt, die gesellschaftspolitische Relevanz und die kunsthistorische Schlagkraft von Dada dar. Mit Beiträgen von Hans Arp, André Breton, Max Ernst, Hannah Höch, Sophie Taeuber-Arp und rund 30 weiteren Künstlerinnen und Künstlern.
Die Ausstellung wird ab Juni 2016 im Museum of Modern Art in New York gezeigt.

http://www.kunsthaus.ch/de/ausstellungen/aktuell/dadaglobe/?redirect_url=title=Salomon

http://www.sik-isea.ch/de-ch/Aktuell/Aktuell/Veranstaltungen/Reconstructing-Dadaglobe-und-Lagune

STRAUHOF ZÜRICH

«Friedrich Glauser – Ce n’est pas très beau»

«Ce n’est pas très beau» – so beendet Friedrich Glauser (1896-1938), ein Jahr vor seinem frühen Tod, seinen Lebensbericht. Dada und Morphium, psychiatrische Anstalten und die Fremdenlegion, eigene Inhaftierungen und Kriminalromane: Leben und Werk haben sich bei ihm eng verzahnt. Die Ausstellung zeichnet die Stationen von Glausers Leben nach und horcht auf die Zwischentöne seines Schreibens.

Friedrich Glauser ist als einziger Schweizer Autor 1917 an der Entstehung der Dada-Bewegung in Zürich beteiligt, doch erst 20 Jahre später feiert er als Krimi-Autor erste Erfolge. Die Ausstellung im Strauhof schafft einen räumlichen und atmosphärischen Zugang zu ausgewählten Werken wie «Gourrama», «Wachtmeister Studer» oder «Matto regiert».

http://strauhof.ch/programm/aktuelle-ausstellung/

RADIO UND FERNSEHEN SRF – SRG

Im Rahmen des diesjährigen Kulturschwerpunkts «Big Dada» nimmt SRF Kultur den 100. Geburtstag von Dada zum Anlass, die Bedeutung dieser Kunstbewegung zu vermitteln. Highlights des Schwerpunkts sind neben anderen die beiden neuen dokumentarischen Formate «Das Prinzip Dada» und «Dada-Data». Darin wird gezeigt, wie Dada am 5. Februar 1916 in Zürich begründet wurde und die moderne Kunst- und Popkultur des 20. Jahrhunderts massgeblich beeinflusst hat. SRF Kultur zieht alle Dada-Register – im Radio, im Fernsehen und im Netz.

http://www.srf.ch/medien/wp-content/uploads/2016/01/Medienmappe_Big-Dada.pdf

https://www.ch-cultura.ch/radio-und-tv/start-des-srfkulturschwerpunkts-big-dada

Ergänzungen und Aktualisierungen willkommen!

Bitte an:

dlb(at)dreamteam.ch

—

Nachträge vom 6.2.2016:

Video:

Visit Zurich

https://www.zuerich.com/de/besuchen/dada-jubilaeum-in-zuerich

Das Dada-Dilemma

2016 ist Dada-Jahr. Mit 100 Jahren Verspätung geht man den Kunstrevoluzzern auf den Leim, die auf Jahrhundertruhm pfiffen. Eine Jubiläumspolemik.

Martin Ebel

http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/kunst/das-dada-dilemma/story/17099026

Dada ist  tot – es lebe Dadas Esprit

«Dada Universal» präsentiert einen Flipperkasten dadaistischer Assoziationen. Mit seiner Auslegeordnung veritabler Kultgegenstände wird die Ausstellung zum Pilgerort vital gebliebener Dadaisten.

Philipp Meier

http://www.nzz.ch/feuilleton/100-jahre-dada-dada-ist-tot-es-lebe-dadas-esprit-ld.5039?reduced=true

Mein Treffen mit Ubu Roi

Zürich sei der unwahrscheinlichste Ort auf der ganzen Welt, wo eine Kunstrichtung wie Dada habe erfunden werden können, findet die isländische Schriftstellerin Steinunn Sigurdardóttir.

http://www.nzz.ch/feuilleton/100-jahre-dada/mein-treffen-mit-ubu-roi-1.18690554?reduced=true

Dada Reconstructed im Kunsthaus Zürich

Lange galt «Dadaglobe» als reine Kopfgeburt von Tristan Tzara. Doch die Pläne für diese Anthologie waren real, wie man im Kunsthaus Zürich sehen kann.

Samuel Herzog

http://www.nzz.ch/feuilleton/100-jahre-dada-dada-reconstructed-im-kunsthaus-zuerich-ld.5038?reduced=true

«Dada Universal»

Rede von Bundesrat Alain Berset anlässlich der Vernissage der Ausstellung «Dada Universal» im Schweizer Nationalmuseum – Es gilt das gesprochene Wort.

«Es ist einfach, eine Rede über ‚100 Jahre Dada‘ zu halten. Denn: ‚Dada n’a jamais raison‘, wie ein Flugblatt der Pariser Dada-Bewegung 1921 verkündete. Man kann etwas behaupten, aber zugleich auch dessen Gegenteil. Und danach im Notfall sagen, die Aussage sei natürlich dadaistisch inspiriert gewesen. Der Dadaismus ist also ein geradezu ideales Thema für einen Politiker – so eine Gelegenheit kommt nur alle 100 Jahre.»

https://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&msg-id=60585

Die Dada-Muse küsst auch Frau Mauch

Nun ist es da, das Dada-Jubeljahr. Zürichs Stadtpräsidentin, mit improvisiertem Megafon, und andere haben es bei Grossandrang offiziell begrüsst.

Urs Bühler

http://www.nzz.ch/zuerich/die-dada-muse-kuesst-auch-frau-mauch-1.18690703?reduced=true

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 5. Februar 2016
  • Kulturförderung, Kulturvermittlung, Kultur- und Medienpolitik

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