BÜRO DLB - IDEE-REALISATION-KOMMUNIKATION
Daniel Leutenegger, Bulliard 95, CH-1792 Cordast, Tel +41 (0)26 684 16 45 (nachmittags), www.ch-cultura.ch

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Auszeichnung für zeitgenössische Gartenarchitektur

Auszeichnung für zeitgenössische Gartenarchitektur

28.05.2010 Mit dem Schulthess-Gartenpreis 2010 setzt der Schweizer Heimatschutz einen Schwerpunkt in der zeitgenössischen Landschaftsarchitektur. Ausgezeichnet werden das Büro Vogt Landschaftsarchitekten und zwei seiner Arbeiten, die sogenannten "Blumenberge" in St. Gallen (Bild) und ein kleiner Platz in Zürich.


Die beiden Anlagen stehen exemplarisch für das vielfältige Schaffen des Zürcher Büros. Sie zeigen die Bandbreite heutiger Landschaftsarchitektur, von der Gartengestaltung bis zur Pflege des städtischen Raums. Die Preisverleihung findet am 28. Mai 2010 am Nachmittag in St. Gallen statt.

Zürcher Büro mit internationaler Ausstrahlung
Der diesjährige Preis geht an das Büro Vogt Landschaftsarchitekten. Ausge­zeichnet werden zwei Anlagen des Zürcher Büros in St. Gallen und Zürich, welche exemplarisch die grosse Vielfalt von dessen Arbeiten zeigen. Günther Vogt, ehemals Partner von "Kienast Vogt Partner", gehört mit seinen Arbeiten im In- und Ausland zu den wichtigsten und bedeutendsten Vertretern der zeitgenössischen Land­schaftsarchitektur-Szene. Seine Anlagen reichen von kleinen, urbanen Plätzen über Gärten mit üppiger Bepflanzung bis zu grossflächigen, stadtplanerischen Konzepten. Besonders hervorzuheben ist der Umgang mit dem Ort, die Pflanzen­verwendung und der künstlerische Anspruch. Vogts Arbeiten sind nie blosse Routine. Er und sein Team setzen sich bei jeder Aufgabe intensiv mit dem Ort und der Situation auseinander und erarbeiten kreative Lösungen. Die beiden Anlagen, welche mit dem SGP 2010 besonders hervorgehoben werden sollen, wurden von privaten Eigentümern realisiert, sind aber öffentlich zugänglich.

"Blumenberge" in St. Gallen
2001-2004 wurde das bestehende Hauptgebäude der Helvetia Versicherungen mit Anbauten der Basler Architekten Herzog & de Meuron vergrössert. Im Zuge dieser Erweiterung wurde auch eine besondere Gartenanlage realisiert. Bauherr und Landschaftsarchitekt hatten dabei den Mut, sich auf ein neues Konzept einzulassen. Statt sogenannt "pflegeleichter" Rasen sind die 23'000m2 grossen "Blumenberge" das, was ihr Name verspricht: überbordende Üppigkeit und Farbenpracht zu allen Jahreszeiten, vielfach gespiegelt in den Fenstern des Neubaus.

Das scheinbare Chaos ist in Wirklichkeit eine streng komponierte Diversität. Streifen von Gehölzen folgen den Höhenlinien und sorgen für klare, lineare Struk­turen. Dazwischen bieten die sorgfältig aufeinander abgestimmten Farbbänder aus Staudenpflanzen das ganze Jahr über einen immer wieder wechselnden An­blick. Einen ersten Höhepunkt bilden die Zwiebelpflanzen im Frühling. Bis in den Spätherbst prägen Blüten- und Blattformen und Farben die Anlage. Wasserbecken und verschlungene Wege runden das Bild ab.

Das Konzept bewährt sich seit sechs Jahren. Die Wege dienen heute als gern genutzte Fussgänger-Verbindung zwischen der Stadt und der Universität. Die Mitarbeitenden der Helvetia schätzen den Ausblick in den sich über die Jahreszeiten und die Jahre verändernden Garten. Und die Pflegekosten der Anlagen sind gemäss Auskunft der Verantwortlichen trotz der Blumenpracht nicht wesentlich höher als für an einem solchen Ort sonst üblichen, akkurat geschnittenen Rasen.

Kleiner Platz in Zürich

Die Sanierung des SIA-Hochhauses (2006 - 2008, Romero & Schäfle) erlaubte eine Neudefinition einer versteckten "Restfläche" mitten in der Stadt. Dank einer Öffnung zur Strassenseite entstand eine Blickachse von der Strasse zum ehemaligen botanischen Garten mit seinem schönen alten Baumbestand. Auf einer durchgehenden Asphaltfläche stehen wenige organisch geformte Betongefässe, die an grosse Flusskiesel erinnern. Die darin gepflanzten kanadischen Ahornsorten verweisen auf den alten botanischen Garten und setzen im Herbst bunt gefärbte Akzente. Der Schritt der durcheilenden Passanten verlangsamt sich und erlaubt eine kurze Pause. Die "urbane Gartenlandschaft", wie Vogt den Platz nennt, erfüllt damit die klassische Funktion eines Parks: ein Ort in der Stadt zu sein, wo es sich von der Hektik Abstand nehmen lässt.

shs

Kontakt:     
Schweizer Heimatschutz, Monika Suter, Tel.: 044 254 57 00,
Vogt Landschaftsarchitekten, Günther Vogt, Tel.: 044 360 54 54

Internet:

http://www.heimatschutz.ch/index.php?id=706&L=0

 

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