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„DS Neuchâtel“ – Abschied auf Zeit

„DS Neuchâtel“ – Abschied auf Zeit

02.09.2010 Seit 1969 fristete der historische Raddampfer “DS Neuchâtel” im Hafen von Neuenburg ein zweckentfremdetes Dasein als Restaurantschiff. Bevor das Schiff nun in Sugiez am Murtensee vollständig renoviert und wieder fahrtüchtig gemacht wird, findet am 3. und 4. September 2010 im Hafen von Neuenburg ein grosses Abschiedsfest statt.


Willy Schaer, Präsident des verantwortlichen Vereins Trivapor, schreibt:

„‚Auf Wiedersehen Neuchâtel', so lautet das Thema des Festes vom Freitag, 3. und Samstag, 4. September 2010 im Hafen von Neuenburg. Diese Begrüssung hat einen doppelten Sinn. Einerseits nimmt die Bevölkerung, mit einer gewissen Wehmut, Abschied vom Schiff. Wir spüren dies bei unseren Kontakten mit dem Publikum. Die älteren Personen erzählen von einer Schulreise und erinnern sich an die erlebte Faszination beim Betrachten der glänzenden Maschine. Jüngere Generationen schwärmen von einem Verlobungs-Nachtessen im berühmten Restaurant oder von einer entscheidenden Begegnung beim Tanzen in der Bar unter Deck.

Die allermeisten freuen sich darüber, dass der Raddampfer endlich wieder fahrtüchtig und zu neuem Leben erweckt wird. Es sind nicht nur Nostalgiker, sondern eher Leute auf der Suche nach einer gewissen Lebensqualität.

Das Dampfschiff bewegt sich ganz ruhig, ohne Motorenlärm und ohne zu zittern. Wenn schon eine Schifffahrt als solche Freude bereitet, so entfaltet sich diese mit dem Dampfer zum Ereignis! 

Andererseits nimmt das Schiff nach 98 Jahren Abschied von seinem Heimathafen. Nachdem es während 57 Jahrenmdie drei Seen und die Verbindungskanäle befahren hat, wurden Maschine und Kessel ausgebaut. Am 13. Juni 1971 wurde die «Neuchâtel» als Restaurant neu eingeweiht. Dieser Betrieb endete an St. Sylvester 2006.

Auf Wiedersehen 'Neuchâtel' - bis wann?

Die Umbauarbeiten werden in drei Phasen ausgeführt, die je ca. ein Jahr in Anspruch nehmen werden. Soweit die Finanzierung gesichert ist, wird die 'Neuchâtel' im Jahr 2013 oder 2014 zurückkommen. Das Eidgenössische Amt für Kultur erkennt die Bedeutung dieses Kulturerbes auf nationaler Ebene und finanziert einen Viertel der Kosten der ersten Bauphase. Diese offizielle Entscheidung gibt dem Projekt eine neue Dimension und zusätzlichen Schwung.

Um uns gemeinsam über den bevorstehenden Start der Bauarbeiten in Sugiez zu freuen, treffen wir uns im Hafen von Neuenburg für das Abschiedsfest 'Auf Wiedersehen Neuchâtel!'.

Die Überfuhr des Schiffes ins Werkareal Sugiez

Nach dem Abschiedsfest wird das Schiff für die Überfuhr nach Sugiez vorbereitet. Diese wird am Samstag, 18. September 2010, stattfinden. Das Mehrzweckschiff Attila wird an die 'Neuchâtel' seitlich festgebunden, damit beide Schiffe nebeneinander fahren. Die Abfahrt wird etwa um 11 Uhr stattfinden und ein kleiner Umweg ist vorgesehen, mit Ankunft in Murten um 14.45 Uhr zur freien Besichtigung bis am Abend.

Für die Personen, die diese Überfuhr miterleben möchten, wird durch die Schifffahrt LNM ein Begleitschiff bis Murten und zurück organisiert. Die Weiterfahrt nach Sugiez erfolgt dann früh am Sonntag ohne Publikum. 

Beim Suchen nach einem geeigneten Ort für die Auswasserung des Schiffes und die Bauarbeiten im Trockenen war die voraussichtliche Dauer der Arbeiten massgebend. Die Werften der Schifffahrtsgesellschaften in Neuenburg und in Nidau sind nur während dem Sommer verfügbar. Im Winter sind diese Anlagen für den regelmässigen Unterhalt der Flotte nötig. Der Standort Sugiez, mitten im Drei-Seen-Land gelegen, und das Werkareal TSM Perrottet am Ufer des Broyekanals erfüllen bestens die gewünschten Bedingungen.

Ende September oder Anfang Oktober 2010 wird das Schiff ausgewassert. Ein besonderer Tragrahmen wird unter die Schale geschoben, um das Schiff anzuheben und etwa 40 m waagrecht zu verschieben. Ein riesiger Raupenkran wird an Ort und Stelle zusammengebaut.

Die Bauteile werden durch 36 Lastwagen überführt. Das Schiff wird dann auf einen speziell angefertigten Unterbau gestellt. Nach Demontage der Aufbauten wird die Arbeitsphase 1 beginnen. Die Bauarbeiten werden in 3 Phasen unternommen. Phase 1 betrifft die Schale (Instandstellung und Einbau der Schottwände). Die Phase 2 bezieht sich auf die technischen Ausrüstungen (Einbau der Maschine und des Kessels, der Ruderanlage, des Generators, der Schaufelräder und des Deckbodens). Die Phase 3 ist jene der Vollendung mit der Inneneinrichtung und diversen Ausrüstungen.

Die Arbeiten werden durch Shiptec, technischer Dienst der Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee, ausgeführt mit Einbezug von Unternehmen der Drei-Seen-Region. Jede Arbeitsphase wird voraussichtlich 12 Monate dauern. Die gesamte Arbeitsdauer könnte durch die Gruppierung von Phasen gekürzt werden. Diese Option wird durch die finanzielle Lage bestimmt."

DER CLUB 1912

Im Jahr 2004 wurde der Club 1926 für die

Finanzierung der Maffei-Dampfmaschine ge-

gründet. Die Zahl entspricht dem Baujahr und

dem Preis, um lebenslang Mitglied zu werden.

Drei Jahre später entstand der Club 1912 für

den Kauf des Schiffes. Der Club 1926 ist mit

80 Mitgliedern vollständig aber der Club 1912,

der 118 Mitglieder zählt, steht für neue

Bewerber noch offen.

Die Clubmitglieder werden zu einer jährlichen

Zusammenkunft eingeladen und ihr Name

wird auf der Ehrentafel an Bord des Schiffes

eingetragen werden.

Zum Downlaoden:

«Festprogramm» und «Plakat (Französisch)»

 

Kontakt:

http://www.trivapor.ch/deutsch/

 

 

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