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RINGIER AXEL SPRINGER SCHWEIZ STELLT "L'HEBDO" ANFANG FEBRUAR EIN

RINGIER AXEL SPRINGER SCHWEIZ STELLT "L'HEBDO" ANFANG FEBRUAR EIN

23.01.2017 "Aufgrund konstant rückläufiger Anzeigen- und Verkaufserlöse bei gleichzeitig schlechten wirtschaftlichen Perspektiven wird die Westschweizer Wochenzeitschrift 'L'Hebdo' per 2. Februar 2017 eingestellt", heisst es in der heutigen Medienmitteilung der Ringier Axel Springer Schweiz AG. Dieser Entscheid führe zu einem Stellenabbau im gemeinsam von "L'Hebdo" und "Le Temps" geführten Newsroom sowie im Verlag in Lausanne, von dem 37 Mitarbeitende betroffen sind.


Es wird gemäss Mitteilung geprüft, "wie weit ein Teil des Stellenabbaus über Frühpensionierungen und interne Aufgabenverschiebungen aufgefangen werden kann, Kündigungen werden jedoch nicht zu vermeiden sein." Für die betroffenen Mitarbeitenden komme ein flankierender Massnahmenplan zur Anwendung, der sich nach dem bestehenden Sozialplan von Ringier richtet. Das Konsultationsverfahren beginnt am heutigen Tag.

Ralph Büchi, Verwaltungsratsdelegierter Ringier Axel Springer Schweiz: «Wir reagieren mit diesem Entscheid auf die konstant defizitäre wirtschaftliche Situation von L'Hebdo sowie den Umbruch im Werbemarkt. L'Hebdo weist seit 2002 ein negatives EBITDA aus und hat allein in den letzten vier Jahren mehr als die Hälfte des Werbeumsatzes eingebüsst. Wir bedauern sehr, dass es trotz diverser konzeptioneller Überarbeitungen und organisatorischer Anpassungen in den letzten 15 Jahren nicht gelungen ist, L'Hebdo auf ein sicheres wirtschaftliches Fundament zu stellen. Umso mehr, als die mit dem Entscheid verbundenen personellen Folgen leider unabwendbar sind. Dennoch erachten wir es für die Zukunft unseres Standortes in der Westschweiz als entscheidend, dass wir unsere Ressourcen in Geschäfte mit einer stabilen wirtschaftlichen Perspektive investieren.»

Quelle:

http://www.ringier.ch/de/press-releases/corporate/ringier-axel-springer-schweiz-stellt-lhebdo-einBERUFSVERBAND

IMPRESSUM IST "ENTSETZT ÜBER DIE TRAGÖDIE BEI 'L'HEBDO' UND 'LE TEMPS'"

impressum, die grösste Schweizer Organisation von Journalistinnen und Journalisten, ist "erschüttert über die katastrophalen Ankündigungen bei 'L'Hebdo' und 'Le Temps'." "L'Hebdo" soll eingestellt werden, und 37 Stellen sollen im gemeinsamen Newsroom abgebaut werden. impressum verlangt von Ringier Axel Springer (RAS), auf Entlassungen zu verzichten.

"Das angekündigte Verschwinden von 'L'Hebdo' und die umfangreichen Stellenstreichungen bedeuten einen enormen Verlust für die Pressefreiheit und die Qualität der Regionalmedien der Suisse Romande", schreibt impressum heute.

impressum findet die Massnahmen beschämend für eine grosse Gruppe wie Ringier Axel Springer (RAS). impressum verlangt von RAS, auf alle Entlassungen und Stellenstreichungen zu verzichten und gründlich zu prüfen, welche anderen Massnahmen zu einer nachhaltigen Finanzierung der Medien gefunden werden können. Und impressum erinnert den Verlag an seine soziale und gesellschaftliche Verantwortung.

Für Urs Thalmann, den Geschäftsführer von impressum, ist "das Wochenmagazin 'L'Hebdo' eine wichtige Plattform des investigativen Journalismus der Region. Wir sind bestürzt über die Ankündigung seiner Einstellung. Und die Stellenstreichungen im gemeinsamen Newsroom gefährden auch die Qualität des Referenzmediums 'Le Temps'. Wir werden an den Überlegungen der Zivilgesellschaft und der Politik mitarbeiten, um Lösungen für die Rettung des Magazins und der Stellen zu finden, und wir verlangen von Ringier Axel Springer, sich offen an diesem Dialog zu beteiligen."

Dominique Diserens, Zentralsekretärin, fügt an: "Das ist ein trauriger Tag. Man darf das Verschwinden eines Titels wie 'L'Hebdo' nicht hinnehmen. Er spielt für den gesellschaftlichen und politischen Diskurs der Suisse Romande eine sehr wichtige Rolle. Die Medienvielfalt leidet enorm."

impressum ist im direkten Kontakt mit der Redaktionskommission und wird das Personal im ganzen Restrukturierungsprozess unterstützen. impressum wird auch die betroffenen Mitglieder tatkräftig unterstützen.

Quelle:

http://www.impressum.ch/content/details/impressum-est-consterne-par-la-disparition-de-l-hebdo-et-au-temps/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail

SYNDICOM: "Ein weiterer schwerer Schlag gegen die Westschweizer Presse" 

"Die heute Vormittag angekündigte Einstellung des Westschweizer Wochenmagazins 'L'Hebdo' von Ringier Axel Springer (RAS) versetzt der Presse in der Romandie einen weiteren schweren Schlag", schreibt die Gewerkschaft syndicom. Der Entscheid sorge in der Westschweiz für Konsternation und Wut. syndicom ist "tief beunruhigt über die Folgen für die Medienvielfalt, den investigativen Journalismus und die Zukunft der Medien in der Romandie." Die Gewerkschaft erklärt sich solidarisch mit den betroffenen MitarbeiterInnen und bietet ihnen ihre Unterstützung an.

Medienvielfalt in Gefahr

"Die Schliessung von 'L'Hebdo', dem letzten politischen Wochenmagazin in der Westschweiz, und der damit verbundene Abbau von 37 Stellen versetzen der Medienvielfalt, dem investigativen Journalismus und dem Informationsangebot für die breite Öffentlichkeit einen weiteren Schlag", schreibt syndicom. In der Medienmitteilung von RAS nicht einmal erwähnt würden die Folgen für die Auslastung (und somit die Beschäftigten) im Druckzentrum in Zofingen.



Bereits gefährdete Branche

syndicom ist besorgt über die Folgen für die Beschäftigten in einem gefährdeten Berufsumfeld: Ende 2016 sind bereits Entlassungen bei der "Tribune de Genève" und "24Heures" der Tamedia-Gruppe vorgenommen worden. Die Gewerkschaft bedauert, "dass die beiden Deutschschweizer Medienkonzerne auf diese Weise über Sein oder Nichtsein wichtiger Titel der Westschweizer Presse entscheiden können." 



"Kannibalisierung"

Durch den Ausbau der Werbeplattformen im Internet und ihre Weigerung, die Gewinne aus dem kommerziellen Online-Bereich in den Printbereich zu investieren, haben die beiden Verleger gemäss syndicom "ihre eigenen gedruckten Titel kannibalisiert". 


Ein Käufer für "L'Hebdo"?

Im Konsultationsverfahren ist RAS gemäss syndicom gefordert, "alles zu unternehmen, um Entlassungen zu verhindern". Dafür müsse die Gruppe insbesondere aktiv nach einem Käufer für "L'Hebdo" suchen. syndicom ist im Übrigen skeptisch bezüglich der angekündigten Investitionen in das "Konferenzgeschäft", das mit Journalismus nicht mehr viel zu tun hat.



syndicom erklärt sich solidarisch mit allen von der Einstellung betroffenen Personen und ist bereit, das Personal von "L'Hebdo" in der kommenden schwierigen Phase zu unterstützen.

Quelle:

http://www.syndicom.ch/de/newsaktivitaeten/news/news-detailansicht/news/ein-weiterer-schwerer-schlag-gegen-die-westschweizer-presse.html?cHash=86c27524d0c39ac1fd56e84eb1246f4c

ERSTE MEDIENSTIMMEN

Fin de L'Hebdo: le mot d'Alain Jeannet

http://www.hebdo.ch/les-blogs/jeannet-alain-blog-lenvers-de-linfo/fin-de-lhebdo-le-mot-dalain-jeannet

«L'Hebdo» cessera de paraître le 2 février

Ringier Axel Springer, qui édite aussi «Le Temps», annonce la fin du magazine créé en 1981.

https://www.letemps.ch/economie/2017/01/23/lhebdo-cessera-paraitre-2-fevrier

"Choc", "crève-coeur", "cauchemar": les réactions à la fin de 'L'Hebdo'

Plusieurs figures de la presse et du monde politique romands ont exprimé lundi leur tristesse après l'annonce de l'arrêt de la parution de 'L'Hebdo'. Du côté de l'UDC en revanche, certains jubilent.

https://www.rts.ch/info/sciences-tech/medias/8331222--choc-creve-coeur-cauchemar-les-reactions-a-la-fin-de-l-hebdo.html

Nach über 35 Jahren ist Schluss. Ringier nennt wirtschaftliche Gründe für das Aus. Im Februar kommt die letzte Ausgabe.

http://www.srf.ch/news/wirtschaft/ringier-stellt-l-hebdo-ein

Ein Schlag für die Westschweizer Presse

Die Reaktionen auf die Einstellung die Zeitschrift «L'Hebdo» fallen heftig aus. Die Gewerkschaften zeigen sich konsterniert und sorgen sich um die Medienvielfalt in der Romandie. Die höchste Ehrerbietung an das Magazin kommt allerdings von Bundesrat Alain Berset.

http://www.persoenlich.com/medien/ein-schlag-fur-die-westschweizer-presse

Die durch den Entscheid realisierten Einsparungen sollen der ebenfalls zu Ringier gehörenden Tageszeitung «Le Temps» zugutekommen. Bei diesem Blatt hatte Ringier im März 2015 den Rotstift angesetzt. Die Redaktion von «Le Temps» war damals um zehn Redaktorenstellen verkleinert worden.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/standardringier-stellt-l-hebdo-ein/story/28426962

«Was bleibt noch von der Westschweizer Presse?»

Die Ankündigung, dass das Wochenmagazin «L'Hebdo» eingestellt wird, löste in der Westschweiz einen Sturm der Entrüstung aus. Das vor wenigen Tagen im Schwesterblatt «Le Temps» erschienene Editorial liest sich im Nachhinein wie eine Prophezeiung.

Andrea Kucera

https://www.nzz.ch/schweiz/lhebdo-wird-eingestellt-was-bleibt-noch-von-der-westschweizer-presse-ld.141305

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