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30. November 2017

DER KUNSTMALER UND KUPFERSTECHER EGBERT MOEHSNANG IST GESTORBEN

Der am 9. Dezember 1927 im Amberg (Bayern) geborene und 1950 nach Bern übersiedelte Kunstmaler, Glas- und Objektkünstler, Zeichner und Kupferstecher Egbert Moehsnang (Bild) ist gestorben. Seit 1970 lebte und arbeitete er in Schüpfen bei Bern. Noch bis am 16. Dezember 2017 ist ab heute in der Galerie Soon an der Berner Münstergasse 62 eine Ausstellung zu besuchen, die eigentlich anlässlich des 90. Geburtstags von Egbert Moehsnang geplant war.

Foto: 2011, anlässlich der Aufnahmen für den Film «Moehsnang» von Urs Kohler, Heidi Ueltschi und Susanna Brändli, https://moehsnang.ch/pages/film-moehsnang/

Egbert Moehsnang, der Maler der verletzten und verletzlichen Seele. Ein Meteorologe der inneren Wetterlagen. Sein Werk darf heute als einer der wichtigen Beiträge an die internationale informelle Kunst verstanden werden.

Paul Nizon, Schriftsteller, 2003

Moehsnangs Oeuvre ist nicht nur umfangreich, sondern in einer Weise substantiell, die tatsächlich als Sonderfall bezeichnet werden kann … Insgesamt liegt hier aber ein Werk von unglaublicher Konsistenz vor. Es zeugt von einer Konsequenz und künstlerischen Haltung, die zu seiner Zeit in der Schweiz wohl ohne Parallele sind. Die Sensibilität, Kraft und Verbindlichkeit, die vielen seiner Werke innewohnen, stehen somit exemplarisch für eine Künstlervita, welche 70 Schaffensjahre umfasst.

Peter Fischer, freier Kurator und Autor, 2016

«Sein Selbstschutz waren Höflichkeit und Zurückhaltung, was zur freizügigen existenzialistischen Kunstszene der Rüdlinger-Zeit in krassem Kontrast stand», schrieb Paul Nizon über Moehsnang. «Schuld- und Schreckenstilgung» seien damals nicht die Themen der Berner gewesen. Die von Moehsnang wohl schon. Nizon: «Moehsnang gehörte am Rand zu uns. Und war doch ein Fremdling.» 1970 zog sich der Maler, der zum Kunstmarkt ohnehin schon immer Distanz hielt, auch räumlich zurück und lebte fortan, bis letzten Sonntag, mit seiner Familie in einem zum Atelier umgebauten Hof in Schüpfen.

Martin Bieri

https://www.derbund.ch/kultur/kunst/beharrlich-am-rand/story/18226734

Er malte schwarz und doch in allen Farben

Er schuf atmosphärische Gemälde und entdeckte im Alter die Computerbearbeitung für seine Grafiken. Nun ist der in Schüpfen lebende Künstler Egbert Moehsnang 89jährig gestorben.

hl/stc

https://www.bernerzeitung.ch/region/bern/Er-malte-schwarz-und-doch-in-allen-Farben/story/30113010

Zur Ausstellung:

Galerie Soon, Münstergasse 62, Bern. Vernissage: Donnerstag 30. November, ab 17.30 Uhr. Laudatio von Peter Fischer, 18.30 Uhr. Bis 16. Dezember, http://www.galerie-soon.ch/web/exhibitions/overview.php?sbm=1

Videos:

http://www.fiatvideo.ch/video_moehsnang.htm

Der schweizerischste aller deutschen Maler: Seit 40 Jahren malt der Bayer Egbert Moehsnang in Schüpfen, wo er seine Inspiration in der Natur findet.

http://www.telebielingue.ch/de/info-vom-6-november-2017-0 -> 04.30 min.

Mehr:

https://moehsnang.ch/

Peter Fischer: https://www.dropbox.com/s/nl8ww7avw0lcu45/Text Fischer 2016.pdf?dl=0

http://www.sikart.ch/KuenstlerInnen.aspx?id=4002151

https://de.wikipedia.org/wiki/Egbert_Moehsnang

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 30. November 2017
  • Bildende Kunst, Fotografie, Grafik, Architektur, Design

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