Die vollständig freie und frei zugängliche Schweizer Online-Kultur-Plattform dient seit Januar 2009 auf mehreren Kanälen mit täglich neuen Beiträgen dem Informations- und Meinungsaustausch zur Kultur in der Schweiz.
Der am 1. Dezember 1943 in Gebensdorf geborene und in Turgi aufgewachsene Fotograf, Fachpublizist, langjährige Berufsschullehrer und Berater für Fotografie Jost J. Marchesi (Bild) ist am 2. Juli 2026 in Dällikon gestorben, wie ch-cultura.ch jetzt erfahren hat. Marchesi war als Berufsschullehrer für Fotografie beliebt und als Fachpublizist international bekannt. Nach seiner Erstausbildung als Primarlehrer absolvierte er eine Fotografenlehre bei Armin Gessler. Danach war er im Fotoverkauf und als Reporter tätig, bevor er sich mit einem Fotostudio selbständig machte. Nach einer Zusatzausbildung an der höheren Fachschule für Photographie in Köln absolvierte er die Meisterprüfung 1972 und wurde als Fachlehrer für Fotografie an die Schule für Gestaltung in Zürich berufen. (*)
Double realisiert einmalig eine spartenübergreifende Ausschreibung zusammen mit Migros-Kulturprozent m2act. Ziel ist es, das vorhandene Wissen und bewährte Ansätze von m2act-Geförderten gezielt in neuen Kontexten anzuwenden und zu verbreiten. Dadurch sollen nachhaltige Effekte erzielt und die Innovationskraft für faire Praxis und nachhaltige Strukturen im Kultursektor gestärkt werden.
Das «Freie Atelierstipendium» bietet Thurgauer Kulturschaffenden die Möglichkeit, für eine selbst gewählte Dauer an einem für sie relevanten Ort konzentriert arbeiten zu können. «Damit wird ein Freiraum geschaffen für Ideenentwicklung, fokussierte Werkentwicklung, Netzwerke und Inspiration», schreibt die Stiftung.
Mit «Passage» unterstützt die Kulturstiftung des Kantons Thurgau Schreibende auf ihrem literarischen Weg – «mit Mentorat, öffentlicher Sichtbarkeit und einem klaren Fokus auf die Textarbeit», wie es in der Ausschreibung heisst.
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Der am 21. April 1970 in Dublin geborene irische Sänger, Gitarrist, Komponist und Schauspieler Glen Hansard (Bild) ist am 29. Juli 2026 bei einem Motorradunfall ebenda gestorben. Hansard begann seine musikalische Karriere als Strassenmusiker in Dublin. Er war dann Sänger und Gitarrist der irischen Rockband The Frames und war Hauptdarsteller im Film «Once». Dessen Regisseur John Carney war bei The Frames bis 1993 Bassist. Hansard spielte auch die Figur «Outspan Foster» im Musikfilm «The Commitments». Zusammen mit Markéta Irglová nahm er 2006 unter dem Namen The Swell Season ein gleichnamiges Album auf. Gemeinsam schrieben beide 2006 auch die Filmmusik zu «Once». Für den Titel «Falling Slowly» aus dem Soundtrack erhielten sie 2008 den Oscar in der Kategorie Bester Song.
Der am 31. Juli 1975 in Seine-Saint-Denis geborene Electro-DJ und Musikproduzent Vincent Belorgey (Bild) ist am 28. Juli 2026 in Paris gestorben. Belorgey erschuf 2005 sein Alter Ego Kavinsky. Ab dem Jahr 2006 erschienen mehrere EPs. Er trat zusammen mit SebastiAn an der Seite des französischen Duos Daft Punk während deren Tour «Alive 2007» auf. Ausserdem wirkte er im französischen Spielfilm «Steak» als Schauspieler mit. SebastiAns Remix von Kavinskys «Testarossa Autodrive» fand im Videospiel «Grand Theft Auto IV» Verwendung. Kavinsky war einer der prägenden Produzenten des French touch. International bekannt wurde er durch den Titelsong «Nightcall» des Films «Drive», den er gemeinsam mit der brasilianischen Sängerin Lovefoxxx aufnahm. Die Single erreichte unter anderem in Frankreich und Belgien die Charts. (*)
Ksenia Ignatenko (Bild links) und Leticia Goás wurden an der SoundTrack_Cologne 2026 mit dem renommierten Peer Raben Music Award ausgezeichnet. Prämiert wurde die Musik der ZHdK-Absolventinnen zum Kurzfilm «A Better You» (Regie: Arina Popa).
Une sélection d’œuvres du Fonds d’art visuel de la Ville d’Yverdon-les-Bains (FAV) – Exposition Centre d’Art Contemporain (CACY), Yverdon-les-Bains, jusqu’au 21 septembre 2026
Situé au bord du lac de Neuchâtel, le château de Grandson est une forteresse médiévale millénaire au cœur de l’histoire suisse. Après 15 ans de restauration, le château propose une nouvelle exposition permanente, «Grandson: 1000 ans d’histoire», déployée sur plus de 1’000 m², 15 salles et 4 étages.
Die am 30. Juli 1926 in Los Angeles geborene US-amerikanische Künstlerin Betye Saar (Bild) ist am 26. Juli 2026 ebenda gestorben. Sie war international für ihre Arbeiten mit der Technik der Assemblage bekannt. In den USA war Saar eine Legende in der Welt der zeitgenössischen Kunst. Sie war eine visuelle Erzählerin und versierte Grafikerin. In den 1970er-Jahren zählte sie zu den Vertreter:innen des Black Arts Movement. Sie thematisierte von Anfang an die negativen Darstellungen von Afro-Amerikanern:innen und die in den USA weitverbreitete rassistische Haltung gegenüber schwarzen Menschen. 2021 wurde Betye Saar in die renommierte American Academy of Arts and Letters aufgenommen. (*)
Mit insgesamt 36 Schweizer Filmen und Koproduktionen bildet das Locarno Film Festival (5. bis 15. August 2026) ein vielbeachtetes Schaufenster für das Filmschaffen aus der Schweiz. Highlights sind unter anderem Petra Volpes erster englischsprachiger Spielfilm «Frank & Louis» auf der Piazza Grande sowie Regisseur Basil Da Cunhas dritte Weltpremiere im Concorso Internazionale.
Flavia Schlittler schreibt im heutigen «SonntagsBlick»: «Kaum einer hat die Szene hierzulande so geprägt, wie Albi Matter (74). Jahrzehntelang machte der Zürcher Konzertveranstalter das Internationale Country Music Festival im Albisgüetli zum Treffpunkt der Schweizer Fangemeinde, holte Stars aus Nashville nach Zürich und wurde zum Country-Papst der Schweiz. Jetzt ist sein Lebenswerk erschüttert. Die Albi’s Country Festival AG hat Konkurs gemacht, die Gesellschaft befindet sich in Liquidation.»
Die am 25. Januar 1946 in Pont-Sainte-Maxence (Oise) geborene französische Chanson-Sängerin, Pianistin, Komponistin und Schauspielerin Marie-Paule Belle (Bild) ist am 25. Juli 2026 in Neuilly-sur-Seine (Hauts-de-Seine) gestorben. Ihre Karriere umfasste unzählige Konzerte, viele davon im Bobino in Paris, aber auch im Olympia und im Théâtre des Variétés. Ihren ersten grossen Erfolg konnte sie mit dem Chanson «La Parisienne» feiern. Marie-Paule Belle wurde mit dem Charles-Cros-Preis und 1974 in Spa mit dem Grand prix de la Communauté des radios publiques de langue française ausgezeichnet. Als Schauspielerin wirkte sie bei einem Film von Bruno Druart, in der TV-Serie «PJ» und immer wieder auf Theaterbühnen mit.
Der am 23. Mai 1951 geborene Westschweizer Journalist William Heinzer (Bild), der für Radio Suisse Romande (RSR) und später für Télévision Suisse Romande (TSR) tätig war, ist am 21. Juli 2026 in Thônex gestorben. Als prägende Persönlichkeit der Berichterstattung in der französischsprachigen Schweiz hat er mehrere Generationen von Journalist:innen geprägt.
Die Jurys des Manor-Kunstpreises 2027 haben die Preisträger:innen der 45. Ausgabe bestimmt. Die ausgezeichneten Künstler:innen sind: Paula Santomé für den Kanton Basel-Stadt, Davide-Christelle Sanvee für Genf, Livio Casanova für Graubünden, Amanda Camenisch für Schaffhausen und – wie hier bereits berichtet – Caterina De Nicola für den Kanton Zürich.
Der Eduard-Tschumi-Musikpreis 2026 geht an den Pianisten Nikita Kachaev aus der Klasse von Tomasz Herbut (Master Specialized Performance, Vertiefung Solist:in) und den Gitarristen Samuele Provenzi aus der Klasse von Elena Càsoli (Master Specialized Performance, Vertiefung Neue Musik). Die beiden Preisträger erhalten je ein Preisgeld in der Höhe von 7’000 Schweizer Franken.
Der am 8. November 1942 in Bettwil (AG) geborene Schweizer Verleger und Humanist, Buch-, Lese- und Sprach-Förderer Urs Breitenstein (Bild) ist am 17. Juli 2026 gestorben. Breitenstein studierte Klassische Philologie in Basel und Tübingen. 1974 schloss er als Dr. phil. der Universität Basel in Griechischer Philologie mit Latein und Vergleichender Sprachwissenschaft sowie Fachprüfung für Gymnasiallehrer in Griechisch, Latein und Hebräisch ab. 2006 fand seine Ehrung durch die Philosophisch-historische Fakultät der Universität Bern mit dem Dr. phil. h.c. für die verlegerische Förderung der Geisteswissenschaften, andererseits für vielfältigen Einsatz um eine Buch- und Lesekultur im In- und Ausland statt. Ab 1974 und bis 2007 war Breitenstein im Verlag Schwabe Basel Berlin beschäftigt, zunächst als wissenschaftlicher Lektor, ab 1988 (500-Jahr-Feier des Verlagshauses) als Verlagsleiter, ab 1996 als Verleger. Breitenstein engagierte sich darüber hinaus u.a. im Schweizerischen Buchhändler- und Verleger-Verband (SBVV), für die Basler Papiermühle, das Literaturfestival Basel, im International Board on Books for Young People, für die GGG Stadtbibliothek Basel, in der Aeneas-Silvius-Stiftung, bei der SOK – Schweizer Orthographische Konferenz oder im Verein BAKAME – Bücher für Kinder in Ruanda.
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