Die vollständig freie und frei zugängliche Schweizer Online-Kultur-Plattform dient seit Januar 2009 auf mehreren Kanälen mit täglich neuen Beiträgen dem Informations- und Meinungsaustausch zur Kultur in der Schweiz.
Der Schweizer Schriftsteller und Bühnenautor Guy Krneta schreibt heute im noch jungen Online-Kulturmedium «cültür.ch»: «Mit ‹ch-cultura.ch› ist ein einzigartiger, mehrsprachiger Kulturkanal entstanden, ein Medium, das sich als Sprachrohr für die Kulturszene versteht – ein Sprachrohr, welches gehört wird. So wundere ich mich, dass sich nicht längst das Bundesamt für Kultur bei Daniel Leutenegger gemeldet hat, um von seinem Wissen und Knowhow zu lernen. Und ja, auch ein Grosser Kulturpreis für Daniel Leutenegger wäre eigentlich längst angebracht.»
Der am 16. Oktober 1939 in Rapperswil (SG) geborene Schweizer Schriftsteller Gerold Späth (Bild) ist am 14. Oktober 2026 gestorben. Späth stammte aus einer Familie von Orgelbauern. Nach dem Besuch der Sekundarschule absolvierte er eine Lehre zum Exportkaufmann. Er hielt sich längere Zeit in Vevey, London und Freiburg im Üechtland auf. 1968 begann er mit dem Schreiben, arbeitete allerdings noch bis 1975 im väterlichen Familienbetrieb Späth Orgelbau mit. Bereits sein erster Roman, «Unschlecht» (erschienen 1970), fand grosse Aufmerksamkeit. Er ist einem barocken Schelmenroman nachempfunden. Späth äusserte in einem Gespräch, dass Inspirationsquellen für den Roman Grimmelshausens «Simplicissimus» und «Die Blechtrommel» von Günter Grass gewesen seien, wenngleich er beide nie ganz zu Ende gelesen habe. Als weitere Vorbilder für sein literarisches Werk nannte er Boccaccio, Célines «Reise ans Ende der Nacht», Gottfried Keller und Johann Peter Hebel. Eine Zeit lang lebte Späth mit seiner Familie in Italien und Irland, später wieder vorwiegend in der Schweiz. Späth war Mitglied des PEN-Zentrums der Schweiz und korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. (*) Späth erhielt u.a. den Alfred-Döblin-Preis (1979), den Preis der Schweizerischen Schillerstiftung (1992) und den Gottfried-Keller-Preis (2010). Sein Werk umfasst Romane, Hörspiele und Theaterstücke (**).
Beim Schweizer Online-Magazin «Republik» ist es zu einem Datenleck gekommen: «Es sind Nutzer:innendaten, aber keine Kreditkarteninformationen abgeflossen», heisst es auf der Webseite des seit 2018 erscheinenden Magazins, das sich für den Vorfall «in aller Form entschuldigt» und offene Information über Vorfall und Folgen anbietet und für die Zukunft verspricht.
Die ehemalige SRF-Journalistin Henriette Engbersen (Bild), die seit 2023 den Bereich Public Value der SRG-SSR führt, wird ab Anfang 2027 die Redaktionsleitung des SRG-SSR-Ausland-Angebots von SWI («Swissinfo.ch») übernehmen. Der derzeitige SWI-Chefredaktor Mark Livingston verlässt das Haus Ende März 2027.
Wie hier schon mehrfach gemeldet: Bis 2029 muss die SRG-SSR aufgrund des politischen Sparauftrags rund 270 Millionen Franken einsparen, 80 Millionen davon bereits bis 2027. Die im Sommer 2026 kommunizierten Massnahmen werden nun auch in den Bereichen Operationen, Human Resources, Finanzen, Kommunikation & Public Affairs sowie Stab konkretisiert oder sind weitestgehend umgesetzt. «Dabei werden 41 Millionen Franken eingespart und 202 Vollzeitstellen abgebaut. Mit diesem Schwerpunkt bei den Support- und Betriebsbereichen soll das publizistische Angebot für das Publikum möglichst geschützt werden», schreibt die SRG-SSR heute.
Die Musikpreise des Kantons Bern 2026 gehen an Ludmilla Mercier, das Duo Lo & Leduc, Rebecca Solari und Droujelub Yanakiew. Das Preisgeld beträgt je 15’000 Franken. Der mit 3’000 Franken dotierte Nachwuchsförderpreis «Coup de cœur» geht an das Rap-Kollektiv ETO (Bild).
Zum 60-Jahre-Jubiläum des Verbandes der Museen der Schweiz (VMS-AMS) geht es im aktuellen Bulletin 3 / 2026 des Netzwerks Kulturerbe Schweiz um die Arbeit im Museum, um den Austausch und die Begegnungen im Museum. Und immer auch um die Relevanz der Museen in der Gesellschaft. Drei Generationen diskutieren über Einst und Jetzt, über das Virtuelle und das Haptische.
Wie wurde die Schweiz zu einem Zentrum des Kunsthandels und wer sind dessen Akteurinnen und Akteure? Antworten auf diese Fragen gibt das neu erschienene dreibändige Überblickswerk zur Geschichte des Kunsthandels in der Schweiz, ergänzt durch eine frei zugängliche Datenbank. Die Publikation und das elektronische Rechercheinstrument sind Ergebnisse des Forschungsschwerpunkts «Akteure und Akteurinnen des Kunsthandels in der Schweiz» bei SIK-ISEA (2022–2026). Gemeinsam eröffnen sie neue Perspektiven auf die Entwicklung eines zentralen kulturellen und wirtschaftlichen Netzwerks.
Das diesen Monat erscheinende Buch «Wozu Kulturpolitik?» von Jean-Pierre Hoby und Georg Kohler legt – bewusst konzentriert auf das konkret-anschauliche Beispiel von Zürich – erstens eine gründlich-umfassende Analyse des Themas vor, und diskutiert zweitens anhand einer breit gefächerten Umfrage unter repräsentativen Personen des Kulturlebens die Möglichkeiten und Schwierigkeiten heutiger Kulturpolitik.
Der zweite Chrysalide – Binding Förderpreis für Literatur (vormals Studer/Ganz-Preis) geht an die Schriftstellerin Natasa Ivancicevic (Bild, *1989) für ihr Manuskript «Die zweite Zunge». Die Preisverleihung findet am 14. Januar 2027 im Literaturhaus Basel statt – die Autorin wird aus ihrem Roman lesen. Das Buch erscheint voraussichtlich 2027 im Lenos Verlag.
Die Hedwig-Scherrer-Stiftung und Visarte Ost vergeben jährlich einen viermonatigen Aufenthalt in der Cité Internationale des Arts in Paris. Die nächsten zwei Aufenthalte ab November 2027 und ab März 2028 werden durch eine sechsköpfige Jury am 21. Januar 2027 vergeben. Die Bewerbungsfrist endet am 13. Dezember 2026.
Christoph Bürge beendet sein Co-Präsidium beim Verein Swiss Music Awards. Er wird Ehrenpräsident des Vereins. Der bisherige Co-Präsident Stefan Planta wird alleiniger Präsident. Der Geschäftsführer Roman Varisco schliesst seine Arbeit für die Swiss Music Awards nach neun Jahren ab; Variscos Nachfolger heisst Philipp Truniger. Der Wettbewerb gibt zudem bekannt, dass 2027 die neue Kategorie «Best Export» eingeführt wird. Jennifer Bosshard moderiert die Swiss Music Awards 2027. Die TV- und Eventmoderatorin führt am 13. März des nächsten Jahres erstmals solo durch die 20. Ausgabe der Award-Show im Zürcher Hallenstadion.
Jessica Jurassica, Noemi Somalvico, Stef Stauffer und Saskia Winkelmann erhalten das Stipendium Weiterschreiben. Der Welti-Preis für das Drama geht an Kim de l’Horizon. Für die städtische Kunstsammlung werden Werke von Brigitte Lustenberger, Alizé Rose-May und Clemens Wild angekauft. Alle Ausgezeichneten wurden im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung nominiert. In der Bildenden Kunst wurde dieses Verfahren erstmals angewendet. Die öffentliche Verleihung der städtischen Auszeichnungen für Literatur und Kunst findet am Mittwoch, 18. November 2026, im Sous Soul statt.
Das Luzerner Staatsarchiv erschliesst den Vorlass des bedeutenden Luzerner Fotografen Hans Eggermann (Bild). Aus diesem Anlass zeigt das Staatsarchiv in einer Ausstellung eine Auswahl aus dem umfassenden Foto-, Tonbildschau- und Filmarchiv und gibt einen Einblick in das vielseitige Schaffen Eggermanns.
Severin Barmettler (Bild) wird ab Januar 2027 neuer Leiter Kulturförderung & Vermittlung im Bildungs- und Kulturdepartement des Kantons Luzern. Er ist derzeit als Fachperson Kulturförderung bei der Stadt Luzern unter anderem als Geschäftsführer der FUKA-Kommission tätig, welche über die Fördermassnahmen im Bereich der Einzelprojektförderung entscheidet.
Im Jahr 2024 hätte Leila Moon (Bild) den Kulturförderpreis des Kantons Basel-Stadt erhalten sollen. Der Israel-Boykott der Basler DJ wurde aber unter anderem von der SVP kritisiert – schliesslich wurde der Künstlerin der Preis wieder aberkannt. 2025 hiess es dann, dass Ausrichtung und Zielsetzung des Preises geprüft würden und deshalb die Vergabe ausfalle. Die «bz Basel» hat nun nachgefragt, wie es 2026 aussieht. Die Antwort: «Bis auf weiteres vergibt die Abteilung Kultur keinen Kulturförderpreis.» Wie es 2027 sein wird, ist also auch noch unklar. Im Verlauf des kommenden Jahres soll es aber eine Entscheidung geben, wie das Basler Online-Medium «bajour.ch» berichtet.
Der Freiburger Chorleiter Michel Corpataux (Bild) ist am 10. Oktober 2026 im Alter von 85 Jahren gestorben, wie seine Familie in einer am Montag veröffentlichten Todesanzeige mitteilt. Der Musiker leitete u.a. den Chœur des armaillis de la Gruyère, den Chor Chanson du Pays de Gruyère und den Chœur mixte de Riaz. Michel Corpataux führte den auch international bekannten Chœur des Armaillis de la Gruyère 40 Jahre lang. Unter seiner Führung nahm dieser 1955 gegründete Männerchor 1976 seine regelmässige Tätigkeit wieder auf. Unter seiner Leitung pflegte der Chor nicht nur das traditionelle Repertoire (insbesondere die Werke von Abbé Bovet und den gregorianischen Gesang), sondern öffnete sich auch der klassischen und zeitgenössischen mehrstimmigen Musik. Zahlreiche Erfolge prägten die Laufbahn von Michel Corpataux mit diesem Ensemble, darunter der 1. Preis 1996 am Internationalen Franz-Schubert-Wettbewerb in Wien, der 2. Preis 2005 am internationalen Cornwall Males Voices Festival im Vereinigten Königreich und der 1. Preis der Jury am Montreux Choral Festival im Jahr 2015.
Le Concours international de céramique 2026, sur le thème: «Le mouvement» a reçu 836 candidatures du monde entier. Les 39 œuvres sélectionnées sont exposées au Musée de Carouge. Parmi elles, 3 œuvres se sont vu attribuer un prix.
Der Langenthaler Slam-Poet Valerio Moser (Bild) hat am Freitagabend in Durban (Südafrika) die World Poetry Slam Championship 2026 gewonnen, wie wir soeben von Tina Messer, der Geschäftsführerin von Spoken Word Biel erfahren. Der amtierende Europameister setzte sich gegen die internationale Konkurrenz durch und holt den Weltmeistertitel erstmals in die Schweiz.
Das Theater Orchester Biel Solothurn (TOBS!) sucht «eine inspirierende, führungsstarke und integre Persönlichkeit (m / w / d)» für die Intendanz ab Juli 2028. Eine Team-Intendanz ist ebenfalls möglich. TOBS! Theater Orchester Biel Solothurn ist ein Mehrspartenhaus mit Oper, Konzert und Schauspiel und beschäftigt rund 200 Mitarbeitende. Eine Bewerbung ist möglich bis am 13. November 2026.
Per 1. März 2027 oder nach Vereinbarung sucht die Junge Bühne Bern eine:n Co-Leiter:in (45%) für die künstlerische und organisatorische Führung des Betriebs in enger Zusammenarbeit mit der Co-Leitung, dem Vorstand und dem Team. Eine Bewerbung ist möglich bis am 26. Oktober 2026.
Dieses Jahr wird der Zürcher Filmpreis mit den zwei neuen Kategorien «Best Game» und «Best XR» ergänzt. Seit Juli 2025 fördert die Stiftung im Rahmen einer dreijährigen Pilotphase auch Computerspiele, Extended Reality und andere Erzählformate für eine interaktive Rezeption. Der Filmpreis wird 2026 in fünf Kategorien verliehen: Kurzfilm, langer Dokumentarfilm, langer Spielfilm, Best Game und Best XR. Die Hauptpreise sind mit jeweils 20’000 respektive 10’000 CHF (Kurzfilm) dotiert. Im Bereich Film werden pro Kategorie zudem je zwei herausragende Leistungen ausgezeichnet. Die Übergabe der «Lupe» findet am Donnerstag, 22. Oktober 2026 im X-tra in Zürich statt.
Sie ist 29, kommt aus Zürich, lebt in London und in ihrer Brust schlagen mindestens zwei Herzen: Die Schauspielerin Elena Flury war zuletzt als junge Heidi in der Kino-Verfilmung von «Ewigi Liebi» zu sehen. Die Musikerin Elena Flury (Bild) hat die Best-Talent-Jury mit ihrer neuen EP «Patterns Breaking» überzeugt.
Sam Keller (Bild), Direktor der Fondation Beyeler und zuvor Direktor der Art Basel, erhält den mit 20’000 Franken dotierten Basler Kulturpreis 2026. Der Basler Regierungsrat ehrt ihn «für sein Engagement zugunsten der Kunst- und Kulturstadt Basel, zu deren internationaler Ausstrahlungskraft er entscheidend beigetragen hat», wie in der entsprechenden Medienmitteilung zu lesen steht.
Die «Art Basel and UBS Survey of Global Collecting 2026» zeigt: Die «Generation Z» (also die je nach Definition zwischen ca. 1995 und 2012 Geborenen) gibt derzeit am meisten für Kunst aus.
Die rasante Entwicklung generativer Künstlicher Intelligenz (KI) verändert die Art und Weise, wie Nachrichten produziert werden. Doch mit welchen Folgen für den Journalismus? Basierend auf einer Onlinebefragung von 730 Medienschaffenden aus den drei grossen Sprachregionen hat das fög – Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich (UZH) erstmals den Einsatz und die Auswirkungen von KI auf den Schweizer Journalismus umfassend untersucht.
Die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) lanciert mit «Freie Praxis» einen neuen Podcast über das Leben nach dem Studium. Ehemalige Studierende wie der FREITAG-Gründer Markus Freitag, die Designerin Yael Anders oder der Filmregisseur Markus Imhoof («More than Honey») erzählen im Gespräch mit Walesca Frank (Bild) aus ihrer Karriere – von ihren Erfolgen, Herausforderungen und überraschenden Wendungen.
Der am 6. Mai 1935 in Lugano geborene Tessiner Journalist, Radio- und Fernsehmann und von 1986 bis 1999 als Direktor von Radiotelevisione Svizzera di lingua italiana (RSI) wirkende Marco Blaser (Bild) ist am 5. Oktober 2026 gestorben. Ab 1954 war er freier Journalist für den «Corriere d’informazione», den «Corriere del Ticino» und den «Blick». Ab 1955 arbeitete Blaser als Reporter für Radio Monte Ceneri, Radio Beromünster, Radio Sottens und Radio Televisione Italiana. 1958 war er «Tagesschau»- und Sportmoderator im Fernsehstudio Zürich, 1960-61 Regisseur beim Bavaria Atelier München, 1962 Informationschef und Leiter der aktuellen Sendungen bei der Televisione della Svizzera Italiana, 1972 Betriebs-, 1982 Programm-, und 1986 bis 1999 Regionaldirektor der Radiotelevisione svizzera di lingua italiana. Marco Blaser wurde für seine Reportagen und Dokumentarfilme mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. (*)
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