Die vollständig freie und frei zugängliche Schweizer Online-Kultur-Plattform dient seit Januar 2009 auf mehreren Kanälen mit täglich neuen Beiträgen dem Informations- und Meinungsaustausch zur Kultur in der Schweiz.
Der am 17. August 1937 in Uetikon am See geborene Schweizer Kunsthistoriker Felix Andreas Baumann (Bild) ist am 19. September 2026 gestorben. Baumann kam 1965 als wissenschaftlicher Mitarbeiter ans Kunsthaus Zürich. Von 1969 bis 1971 arbeitete er dort als Konservator und war anschliessend bis 1976 Vizedirektor des Hauses. Danach leitete er bis 2000 als Direktor das Kunsthaus Zürich. Er organisierte u.a. vielbeachtete Schauen zu Henri Matisse, Joan Miró, Salvador Dalí, Edgar Degas und Paul Cézanne. Zudem konnte Baumann den Sammlungsbestand erheblich erweitern. Hierzu gehörten der Aufbau einer Sammlung von Arbeiten des Dadaismus sowie Ankäufe von Werken der zeitgenössischen Künstler Jackson Pollock, Barnett Newman, Francis Bacon, Bruce Nauman, Joseph Beuys, Georg Baselitz, A. R. Penck, Martin Disler und Cy Twombly. Darüber hinaus hat Baumann die Werkgruppe des Malers Giovanni Segantini im Kunsthaus ausgebaut. Nach seinem Weggang vom Kunsthaus Zürich war Baumann an verschiedenen europäischen Museen mit der Konzeption von Ausstellungen betraut. (*)
Die Fotostiftung Schweiz in Winterthur startet ihr bislang grösstes Erschliessungsprojekt: Bis 2031 will sie rund 160 Archive konservatorisch sichern, digitalisieren und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Das auf fünf Jahre angelegte Grossprojekt bildet den Kern der im Januar 2026 angekündigten strategischen Neuausrichtung der Stiftung. Ein vierköpfiges Co-Direktorium will mit einem Team von 20 Fachpersonen die konservatorische Aufarbeitung, digitale Sicherung und öffentliche Zugänglichkeit des visuellen Schweizer Kulturerbes grundlegend voranbringen.
DoubleKleinkunst des Migros-Kulturprozents bietet ein einjähriges Mentoring an, entweder für eine Produktion oder um einzelnen Künstler:innen oder Gruppen aus den Bereichen Kabarett, Kleinkunst oder Spoken Word dabei zu helfen, einen weiteren Schritt in Richtung Professionalisierung zu machen.
Am Mittwoch, 23. September 2026, haben die Mitglieder des Vereins des Internationalen Filmfestivals Freiburg-Fribourg Gerhard Andrey zum neuen Präsidenten des FIFF sowie seines Komitees gewählt. Er tritt die Nachfolge von Mathieu Fleury an und übernimmt sein Amt mit sofortiger Wirkung. Drei weitere Persönlichkeiten stossen zum Festivalkomitee: Diane Deschenaux, Véronique Grady und Zeki Ayan. Nach seiner achtjährigen Tätigkeit an der Spitze des Vereins FIFF hatte Mathieu Fleury im vergangenen März, am Ende einer erfolgreichen 40. Ausgabe, angekündigt, sein Amt niederzulegen, sobald seine Nachfolge gesichert sei. Das nächste FIFF findet vom 12. bis am 21. März 2027 statt
Das Stiftsarchiv St.Gallen digitalisiert in den kommenden drei Jahren rund 2,2 Millionen Seiten aus seinen historischen Buch- und Aktenbeständen. Damit wird der gesamte Kernbestand digital gesichert und für Forschung, Nutzung und Vermittlung besser zugänglich.
Der Regierungsrat des Kantons Solothurn zeichnet die Solothurner Hard-Rock-Band KROKUS mit dem diesjährigen Kunstpreis aus. Ausserdem hat er acht Fachpreise sowie einen Anerkennungspreis vergeben. Die öffentliche Übergabefeier findet am 9. November 2026 im Konzertsaal Solothurn statt.
Der Schweizer Grand Prix Darstellende Künste / Hans-Reinhart-Ring 2026 geht an Michèle Gurtner. Mit dieser Auszeichnung würdigt das Bundesamt für Kultur (BAK) das prägende Wirken der Schauspielerin und Performerin. Die Verleihung des Grand Prix und der anderen Schweizer Preise Darstellende Künste findet am 6. November 2026 in Anwesenheit von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider in der Alten Reithalle der Bühne Aarau statt.
«Wooden Churches, Open-Air Museums and Modern Architecture in Interwar East-Central Europe»: Ausstellung gta, ETH Zürich, vom 24. September bis am 4. Dezember 2026
Le 31 décembre 2026, La Chaux-de-Fonds deviendra la première Capitale culturelle suisse. Plus de 300 événements – dont 118 créations – rythmeront l’année 2027 et prendront place dans plus de 70 lieux, des espaces emblématiques de la ville ou plus inattendus, voire insolites. Une programmation foisonnante et diversifiée, coécrite avec plus d’une centaine de partenaires.
Die am 15. Mai 1949 in Bad Kissingen geborene deutsche Herausgeberin und Verlegerin Antje Kunstmann (Bild) ist am 16. September 2026 gestorben. Sie leitete seit 1990 den Verlag Antje Kunstmann in München. Neben einer grossen Bandbreite an Sachbüchern zu aktuellen Themen bilden Belletristik und Lyrik sowie Essays das Verlagsprogramm. Ausserdem gibt es seit 2000 ein kleines Hörbuchprogramm (HörKunst bei Kunstmann) und die Reihe Geschenkbücher. Jährlich erscheinen etwa 30 Titel von deutschsprachigen und internationalen Autor:innen. Einige der erfolgreichsten Autor:innen des Verlags sind Axel Hacke, Donata Elschenbroich, Kristof Magnusson, Hauck & Bauer, Rafael Chirbes, Michael Pollan, Wiglaf Droste, Funny van Dannen, Tim Parks, Barbara Gowdy, Noam Chomsky und Yanis Varoufakis. (*)
Die 1957 in Langerwehe (D) geborene Kommunikationsfachfrau, Journalistin, Autorin und Verlegerin Anne Rüffer (Bild) ist am 11. September 2026 gestorben, wie jetzt bekannt wird. Sie war Mitgründerin und Inhaberin des Zürcher Verlags rüffer&rub. Anne Rüffer arbeitete viele Jahre in der Privatwirtschaft und baute eine Firmengruppe im Kommunikationsbereich mit auf. Danach wechselte sie in den Journalismus als Autorin für Wochenzeitungen und diverse Fernsehstationen. Ab 1999 war Rüffer auch als Autorin tätig. Sie war geschäftsführende Verlegerin des 2000 gegründeten Verlags rüffer&rub in Zürich. Im Jahr 2008 gründete sie die Manuskript-Oase – Büro für Autorenberatung. Ebenfalls 2008 kam der Römerhof Verlag dazu, der ausschliesslich Biographien verlegte und den sie zusammen mit der Rechtsanwältin Gitti Hug gründete. Ab 2008 war Anne Rüffer zudem Jury-Mitglied des jährlich vergebenen Right Livelihood Award, bekannt auch als «Alternativer Nobelpreis». 2014 erschien im Verlag LangenMüller ihr erster Roman. (*)
Weil Fotojournalisten von Polizeiangehörigen an zwei Orten in der Schweiz an der Arbeit gehindert worden sind, hat impressum, der grösste Berufsverband von Medienschaffenden der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein, Strafanzeigen eingereicht
Im Jahr 2026 wird Fredy Reichmuth (Bild) mit der renommierten Auszeichnung «Goldener Violinschlüssel» geehrt. Die Verleihungsfeier findet am 17. Oktober 2026 in Altdorf (UR) statt und würdigt «einen herausragenden Vertreter der Schweizer Volksmusik», wie die Organisator:innen schreiben.
Numa Bischof Ullmann (Bild) hat im Jahr 2003 die Intendanz des Luzerner Sinfonieorchesters übernommen, und er prägte die Institution seither massgeblich: «Unter seiner Leitung wurde das Orchester umfassend weiterentwickelt und ausgebaut. Mit einer klaren künstlerischen Vision, konsequenter Internationalisierung und strukturellem Ausbau etablierte er das Luzerner Sinfonieorchester als eines der führenden Schweizer Orchester mit internationaler Ausstrahlung», schreibt der Verein Sinfonieorchester Luzern. Seine Intendanz endet nach 25 Jahren per Ende Juni 2028. Die frühzeitige Ankündigung schaffe ausreichend Zeit für einen sorgfältigen Nachfolgeprozess, so der Verein.
Am Freitagabend wurde im PROGR in Bern zum zweiten Mal der Schweizer Jugendmedienpreis YouMedia Award verliehen. Über 250 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 13 bis 20 Jahre hatten ihre Medienprojekte eingereicht – fast doppelt soviele wie im Vorjahr. «Die Awards Night zeigte eindrücklich, wie vielfältig junge Menschen Medien gestalten. Und welche Themen sie beschäftigen. Ausgezeichnet wurden Beiträge, die mit Kreativität, sorgfältiger Recherche und gesellschaftlicher Relevanz überzeugten», schreiben die Organisator:innen.
Wikimedia CH hat in Zusammenarbeit mit Expert:innen aus dem Schweizer Bildungssektor neue Lehr- und Lernangebote entwickelt und macht sie auf den von Lehrpersonen meistgenutzten Online-Plattformen zugänglich. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums von Wikipedia will Wikimedia CH damit die Bedeutung von Medienkompetenz und neutralen, von Menschen kuratierten Wissensquellen unterstreichen.
Die Sammlung der Fumetto-Zeitschriften ist auf der Plattform ZentralGut der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern online zugänglich. Aufgrund der Umbenennungen der Zeitschrift sind die Digitalisate in vier Untersammlungen gegliedert: von Comixfestival (1992–95) über Katalog (1996–2002) und Fumetto Comic Festival (2003–20) zu Gazzetta (2022–26).
Der Regierungsrat des Kantons Thurgau hat das überarbeitete Kulturkonzept für die Jahre 2027 bis 2030 genehmigt und lässt damit der Kultur jährlich rund vier Millionen Franken mehr aus dem Lotteriefonds zufliessen. Die nächsten vier Jahre legt der Kanton den Fokus auf vier Handlungsfelder, welche die Förderung von Strukturen und Projekten, die Weiterentwicklung der kantonalen Museen und der Museumslandschaft des Kantons, die kulturelle Teilhabe sowie die enge Zusammenarbeit mit weiteren Kulturakteurinnen und -akteuren beinhalten.
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